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Apotheker sollen 6 Euro pro abgegebener Maske erhalten
    
27,3 Millionen Risikopatienten sollen in den nächsten Wochen 15 Schutzmasken aus Apotheken erhalten. Im Dezember sollen die Apotheken zunächst drei Masken pro Person ausgeben – und teils selbst entscheiden, wer Recht auf eine Maske hat und wer nicht. Die Apothekenvergütung beträgt ab Januar je Maske sechs Euro. Insgesamt will der Bund 2,5 Milliarden Euro aufwenden. Eine Eigenbeteiligung ist geplant. Der entsprechende Verordnungsentwurf liegt der PZ vor.

Lange ließ die Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) bezüglich der Maskenabgabe an Risikogruppen auf sich warten. Am heutigen Mittwoch liegt der PZ nun der Referentenentwurf der entsprechenden Verordnung vor. Mit der Verordnung sollen vulnerable Gruppen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus geschützt werden.

Beim Thema Sauerstofftherapie dreht sich die Diskussion meist darum, wer sie bekommen sollte und wie lange. Dass Ärzte oft herzlich wenig Ahnung von den Geräten haben, die sie da verordnen, fällt unter den Tisch.

Die korrekte Auswahl der Devices sowie die Schulung von Patienten, Angehörigen und Betreuern bestimmen maßgeblich den Therapieerfolg der Sauerstofflangzeittherapie. Mit den Systemen, die im Krankenhaus benutzt werden, kennen sich die Ärzte oft noch aus, aber nicht mit den Geräten für den Hausgebrauch. Viele sind daher nicht in der Lage, Patienten im Umgang mit den Systemen zu unterweisen oder Fragen zur Anwendung zu beantworten.

Lungenärzte haben sich genauer angeschaut, welche ihrer Patienten besonders anfällig für einen schweren Covid-19-Verlauf sind. Sorgen machen ihnen COPD-Patienten, vor allem wenn sie rauchen und andere Vorerkrankungen haben.

Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin hat in diesem Jahr schon häufig zu diversen Aspekten der Covid-19-Erkrankung Stellung genommen. In den vergangenen Monaten haben sich einige Erkenntnisse moduliert, verfeinert und verdichtet, weswegen die Gesellschaft jetzt ihre Erfahrungen noch einmal in einem neuen Positionspapier feinjustiert. Vor allem hat sie sich der Frage gestellt: Wie sollten sich die vielen Millionen Asthma- und COPD-Patienten in dieser Pandemie verhalten?

Neue Empfehlungen zur Abschätzung des Risikos von COVID-19-Erkrankungen bei unterschiedlichen chronischen Erkrankungen, insbesondere der Atmungsorgane, ge­ben die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) und der Bundesverband der Pneumologen, Schlaf- und Beatmungsmediziner (BdP) in einer aktu­alisierten Stellungnahme.

Die gestern veröffentlichte Stellungnahme fasst den bisherigen Wissenstand zusammen, wie Vorerkrankungen das Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf beeinflussen und welche Schutzmaßnahmen notwendig sind.

Die Arbeitsgemeinschaft Lungensport in Deutschland und die Deutsche Atemwegsliga haben neue Empfehlungen zu ambulantem Lungensport und körperlichem Training für Menschen mit Atemwegs- und Lungenkrankheiten veröffentlicht. Nach Ansicht der Autorinnen und Autoren wird die Behandlungsoption „Bewegungstherapie“ noch immer zu selten genutzt. Ihre Empfehlungen sollen dazu beitragen, dies zu ändern.

Körperliches Training solle noch mehr zu einem wichtigen Element in der Behandlung von Lungenkrankheiten werden, so die Expertinnen und Experten aus Pneumologie, Sportwissenschaften und Sporttherapie. Denn chronisch lungenkranken Menschen könne damit ein besseres Leben mit ihrer Krankheit ermöglicht werden. In den aktuellen Empfehlungen stellen die Autorinnen und Autoren daher die positiven Effekte von Sport und körperlichem Training bei Menschen mit verschiedensten Lungenkrankheiten dar.

Im Kampf mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 scheint sich das Blatt zugunsten der Menschheit zu wenden: Innerhalb von rund zwei Wochen geben die westlichen Entwickler Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca/Universität Oxford Erfolge mit ihren Impfstoffkandidaten bekannt. Das Positive: Alle drei Vakzine wirken gegen den Erreger. Dennoch gibt es markante Unterschiede zwischen den drei Impfstoffen.

Einige Patienten mit Asthma oder chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) können im Verlauf Symptome beider Erkrankungen entwickeln. Es ist noch unklar, wie dann am besten therapiert wird.

Wenn sich Asthma und COPD überlappen, sprechen Mediziner von ACO (Asthma-COPD Overlap). Mit Blick auf das ACO-Syndrom besteht großer Forschungsbedarf, da ACO-Patienten nicht gut auf die jeweiligen Leitlinientherapien ansprechen und eine schlechte Prognose haben.