COPD und Ernährung

Studien haben gezeigt, dass Rote-Bete-Saft, der reich an Nitrat ist, kurzfristig den Blutdruck senken kann. Eine neue Studie untersuchte, ob diese Vorteile auch langfristig bei COPD-Betroffenen bestehen.

Neben Lungenschäden geht die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) oft mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen einher. Nitrat, das zum Beispiel in roter Bete vorkommt, könnte eine Rolle spielen, um das Risiko für Herz-Kreislauf-Probleme bei COPD zu verringern.

Die abschließende Untersuchung der Teilnehmenden ergab, dass die Behandlung mit dem Nitrat-reichen Saft den Blutdruck statistisch eindeutig (signifikant) im Vergleich zur Kontrollgruppe senkte. Zudem verbesserten sich die Ergebnisse aus dem Sechs-Minuten-Gehtest und der Finger-Plethysmographie signifikant. Nun sind weitere Studien nötig, um die Ergebnisse zu bestätigen.

Gesunde Ernährung – gerade für Patient:innen mit COPD ein wichtiges Thema. Denn eine chronische Erkrankung kostet Kraft. Daher ist es für die Betroffenen besonders wichtig, sich mit ausreichend Energie und Nährstoffen zu versorgen. Doch wie sieht die „optimale“ Ernährung bei COPD aus?

Schon für gesunde Menschen ohne chronische Erkrankungen kann die richtige Ernährung ein Buch mit sieben Siegeln sein. Denn zahlreiche Ernährungstrends und -mythen kursieren in den Medien – richtige und falsche Informationen voneinander zu trennen, erscheint dabei nahezu unmöglich. Die „optimale Ernährung“ ist zudem stark individuell: Arbeitet man körperlich schwer? Dann geht einem mit einer kalorienarmen Ernährung bald die Kraft aus. Ist man vor allem Schreibtisch-„Täter:in“? Dann braucht man eine deutlich niedrigere Energiezufuhr und sollte eher auf ausreichend Bewegung achten.

„Aber COPD ist doch eine Lungenerkrankung – was hat das denn mit der Ernährung zu tun?“ Diese überraschte Frage stellen uns immer wieder Patientinnen, Patienten und ebenso deren Angehörige während ihres Rehabilitationsaufenthaltes in unserer Klinik, schildern die Ernährungstherapeutinnen Roxana J. Nolte-Jochheim, B.Sc. und Britta Ziebarth, M.Sc. im Editorial der Sonderausgabe Ernährung der Fachzeitschrift Patienten-Bibliothek – Atemwege und Lunge über Ihre Erfahrungen. Tatsache ist, eine auf die Erkrankung abgestimmte Ernährung spielt eine wesentliche Rolle für das Fortschreiten und hat Einfluss auf die Lebensqualität auch bei dieser chronischen Erkrankung.

So sollte jeder COPD-Betroffene beispielsweise wissen, dass Pökelsalz sehr ungünstige Auswirkungen auf die erkrankte Lunge hat, dass Ballaststoffe für eine gute Darm-Lungen-Kommunikation sorgen und entzündungshemmende Stoffe, wie z.B. Omega-3-Fettsäuren das Immunsystem hilfreich unterstützen.

Der individuelle Ernährungszustand entscheidet mit über den Verlauf der Erkrankung, die Qualität der Ernährung über die Belastbarkeit und nicht zuletzt stellen Lebensmittel die Nährstoffversorgung des Körpers sicher.

Die Sonderausgabe Ernährung informiert über verschiedene Themenbereiche der Ernährung bei COPD und liefert zusätzlich Anregungen für eine abwechslungsreiche Küche. Auf diesem Wege können sich Betroffene wertvolles Wissen und Kompetenz aneignen, um eigenständig die Ernährung als wichtigen Baustein im Rahmen der Therapie ihrer Lungenerkrankung zu etablieren.

Kapitelübersicht:
•    Basisinformationen
•    Ernährungssituation
•    Eiweißbedarf
•    Untergewicht            
•    Übergewicht                
•    Entzündung
•    Magen und Darm
•    Osteoporose
•    Gut zu wissen
•    Tipps  


Die 64-seitige Sonderausgabe kann online gelesen werden auf www.Patienten-Bibliothek.de sowie auf den Internetseiten der Kooperationspartner
COPD Deutschland e.V. – www.copd-deutschland.de,
Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland – www.lungenemphysem-copd.de
Alpha1 Deutschland e.V. – www.alpha1-deutschland.org

Die Printausgabe ist ab sofort über das Bestellsystem www.Patienten-Bibliothek.de erhältlich. Beachten Sie dort die Hinweise für Privatpersonen.

Quelle Patienten-Bibliothek = Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Prandiale Schluckstörungen sind bei Patienten mit COPD durchaus ein relevantes Problem. Eine prospektive Beobachtungsstudie zeigt einen Zusammenhang zwischen den Schluckstörungen und schweren Exazerbationen. Wie eine prospektive Beobachtungsstudie zeigt, leiden nicht wenige mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) zusätzlich unter prandialen Schluckstörungen, die mit einer Aspiration einhergehen. Ziel der Untersuchung war es, herauszufinden, wie stark sich eine Aspiration auf die Häufigkeit und Schwere der Exazerbationen auswirkt.

Die Anhaltspunkte mehren sich: Auch die Ernährung spielt bei Entstehung und Verlauf der COPD eine Rolle. Ist es bereits zum Gewichtsverlust gekommen, lässt sich durch gezielte Interventionen zumindest die Lebensqualität der Kranken wieder bessern.

Etwa 25 % der Patienten mit mittelgradiger und schwerer COPD weisen einen zu niedrigen BMI und eine zu geringe fettfreie Masse auf, was ihre Prognose erheblich beeinflusst.

Bei der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung, kurz COPD, wird die Atmung durch eine Verengung der Bronchien beeinträchtigt. Mit Fortschreiten der umgangssprachlich auch als Raucherlunge bezeichneten Krankheit wird es zunehmend schwieriger, den Körper mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen. Eine Ernährungsumstellung ist wichtiger Bestandteil der COPD-Behandlung und ermöglicht es Betroffenen, dem Verlauf dieser Lungenerkrankung aktiv entgegenzuwirken.

Patienten mit COPD sind oft entweder übergewichtig oder untergewichtig. Vor allem bei starkem Untergewicht verschlechtert sich die Prognose erheblich. Es gibt aber Tricks, um den erhöhten Kalorien- und Eiweißbedarf ohne viel Aufwand zu decken.Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) sind häufig entweder übergewichtig (adipös) oder stark untergewichtig. Dabei ist starkes Übergewicht (Adipositas) bei COPD-Patienten trotz vieler Begleiterkrankungen ein prognostisch eher günstiger Faktor. Trotzdem sollten Patienten mit einer massiven Adipositas abnehmen, um den damit verbundenen Zwerchfellhochstand zu minimieren und Störungen wie Diabetes und Schlafapnoe zu verhindern.