COPD und Ernährung

Prandiale Schluckstörungen sind bei Patienten mit COPD durchaus ein relevantes Problem. Eine prospektive Beobachtungsstudie zeigt einen Zusammenhang zwischen den Schluckstörungen und schweren Exazerbationen. Wie eine prospektive Beobachtungsstudie zeigt, leiden nicht wenige mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) zusätzlich unter prandialen Schluckstörungen, die mit einer Aspiration einhergehen. Ziel der Untersuchung war es, herauszufinden, wie stark sich eine Aspiration auf die Häufigkeit und Schwere der Exazerbationen auswirkt.

Bei der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung, kurz COPD, wird die Atmung durch eine Verengung der Bronchien beeinträchtigt. Mit Fortschreiten der umgangssprachlich auch als Raucherlunge bezeichneten Krankheit wird es zunehmend schwieriger, den Körper mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen. Eine Ernährungsumstellung ist wichtiger Bestandteil der COPD-Behandlung und ermöglicht es Betroffenen, dem Verlauf dieser Lungenerkrankung aktiv entgegenzuwirken.

Die Anhaltspunkte mehren sich: Auch die Ernährung spielt bei Entstehung und Verlauf der COPD eine Rolle. Ist es bereits zum Gewichtsverlust gekommen, lässt sich durch gezielte Interventionen zumindest die Lebensqualität der Kranken wieder bessern.

Etwa 25 % der Patienten mit mittelgradiger und schwerer COPD weisen einen zu niedrigen BMI und eine zu geringe fettfreie Masse auf, was ihre Prognose erheblich beeinflusst.

Patienten mit COPD sind oft entweder übergewichtig oder untergewichtig. Vor allem bei starkem Untergewicht verschlechtert sich die Prognose erheblich. Es gibt aber Tricks, um den erhöhten Kalorien- und Eiweißbedarf ohne viel Aufwand zu decken.Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) sind häufig entweder übergewichtig (adipös) oder stark untergewichtig. Dabei ist starkes Übergewicht (Adipositas) bei COPD-Patienten trotz vieler Begleiterkrankungen ein prognostisch eher günstiger Faktor. Trotzdem sollten Patienten mit einer massiven Adipositas abnehmen, um den damit verbundenen Zwerchfellhochstand zu minimieren und Störungen wie Diabetes und Schlafapnoe zu verhindern.

Zur Vorbeugung einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) raten die Lungenärzte der Deutschen Lungenstiftung neben dem Verzicht auf das Rauchen, sich bevorzugt mit Lebensmitteln aus der Mittelmeerküche zu ernähren. Denn Menschen, die häufig Gemüse, Vollkornprodukte, mehrfach ungesättigte Fettsäuren und Nüsse essen, haben ein geringeres Risiko, an COPD zu erkranken. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher aus Frankreich in einer aktuellen Studie.

Eine gesunde Ernährung kann möglicherweise die Lungen so stärken, dass sie vor Erkrankungen geschützt ist. Menschen, die viel Gemüse, Vollkornprodukte, Nüsse und mehrfach ungesättigte Fettsäuren zu sich nehmen, reduzierten ihr Risiko an COPD zu erkranken deutlich.

Was ein Mensch isst, hat direkten Einfluss auf seine Lungenfunktion: Zumindest COPD-Patienten waren 24 Stunden nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel deutlich leistungsfähiger und hatten weniger Beschwerden als sonst.