Aktuelles

Trotz zurückgehender Zahlen wird die Pandemie-Lage nach Einschätzung von Intensivmedizinern bis Ostern weiterhin ernst bleiben. Es gelte die Ausbreitung der Mutationen solange es geht hinauszögern, also Kontakte reduzieren. Die Fortsetzung des Lockdown in Kombination mit Impfungen sei medizinisch das einzig Richtige, zumal es keine keine durchschlagende Therapie gegen Covid-19 gibt.
In der Klinik profitieren COPD-Patienten mit respiratorischer Insufizienz von einer maschinellen Beatmung. Wie aber soll es nach der Entlassung zu Hause weitergehen? Kommt es zu einem akuten COPD-Schub und zur respiratorischen Insuffizienz, profitiert der Patient von einer maschinellen Beatmung in der Klinik. Aber wie geht es langfristig nach der Entlassung zu Hause weiter? Die nicht-invasive Heimbeatmung, die über dicht sitzende Gesichtsmasken erfolgt, erfreut sich dabei zunehmender Beliebtheit. Echte Beweise für einen Nutzen fehlen bislang.
Gewitter verursachen akute Atemwegsprobleme bei älteren Menschen Vor einem Gewitter häufen sich die atemwegsbedingten Notfälle bei älteren Menschen. Besonders betroffen sind Asthmapatienten und COPD-Kranke. Mit den global steigenden Temperaturen wird es künftig häufiger Gewitter geben. Für ältere Menschen und für Patienten mit chronischen respiratorischen Erkrankungen dürfte das ernste Folgen haben, warnen Wissenschaftler. Dass es wegen Unwettern zu mehr Atemwegsnotfällen kommt, zeigten Dr. Eric Zou von der University of Oregon in Eugene und Mitarbeiter mit einer retrospektiven Auswertung von Krankenakten und Wetterdaten. Dazu wertete die Gruppe über einen Zeitraum von 14 Jahren hinweg die Konsultationen von mehr als 46 Millionen US-Amerikanern über 65 Jahre in den Notfallaufnahmen der Kliniken aus. In dieser Zeit waren mehr als 820 000 heftige Gewitter über das Land gezogen.
25 Jahre alt, sportlich, keine Vorerkrankungen. Ihre Corona-Erkrankung verlief mild - doch fünf Monate später begann das Leiden: Luftnot, Husten, Müdigkeit. Die 25-Jährige hat das Post-Covid-Syndrom. Kein Einzelfall. Rebecca war jung, sportlich, ohne Vorerkrankungen. Anfang April 2020 infizierte sich die 25-jährige Münchnerin mit dem Coronavirus. Sie erholte sich zu Hause, ohne stationäre Behandlung. "Nach zwei Wochen Quarantäne bin ich zur Arbeit im Kinderheim gegangen", erzählt die Sozialpädagogin rückblickend. Sie wollte "ihre Kinder" nicht alleine lassen. Müde, schlapp, Atemnot Im Herbst, also fünf Monate später, bekam sie Atemnot beim Treppensteigen, konnte sich schlecht konzentrieren, fühlte sich schlapp. Ihr Hausarzt verwies sie zunächst an einen Lungenarzt, dann weiter an einen Kardiologen und an einen Neurologen. Die Nachuntersuchungen zeigten: Sie hatte eine Herzmuskelentzündung, ihr linker Lungenflügel war immer noch stark angegriffen. "Dass mich jungen, sportlichen Menschen Corona mal so hart erwischt, hätte ich nie gedacht", sagt Rebecca. Heute weiß Rebecca: Sie leidet an einem Post-Covid-Syndrom.
Staphylococcus aureus ist einer der wichtigsten bakteriellen Erreger von Infektionen beim Menschen und kann Entzündungen der Haut, aber auch der Lunge hervorrufen. Bisherige Versuche, einen wirksamen Impfstoff herzustellen, blieben bislang erfolglos. Forschende der Uniklinik Köln und des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) berichten nun im Nature Partner Journal NPJ VACCINES über eine neue Form der Immunisierung, die in ersten Labortest positive Ergebnisse zeigt.
Kohlendioxidvergiftung bei Lungenkranken durch die Mund-Nasen-Bedeckung? Behauptungen dieser Art verweisen Wissenschaftler in das Land der Fabeln. Chirurgische Masken behindern den Gasaustausch beim Atmen nicht, betonen Wissenschaftler des Jackson Memorial Hospital und der University of Miami.1 Sie hatten bei 15 gesunden jungen Kollegen und 15 COPD-Patienten im mittleren Alter von 71,6 Jahren, die nach Inhalation eines Bronchodilatators eine FEV1 < 50 % und einen FEV1-FVC-Quotienten < 0,7 aufwiesen, die arteriellen Blutgase vor sowie 5 und 30 Minuten nach Aufsetzen einer Maske gemessen und keine klinisch relevanten Unterschiede festgestellt. Während eines 6-Minuten-Gehtests sank bei den COPD-Patienten die Sauerstoffsättigung erwartungsgemäß ab. Ein Anstieg des pCO2 ließ sich nach Ende der Belas­tung jedoch nicht feststellen.
Der gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat den Nutzen einer Lungenvolumenreduktion bei schwerem Lungenemphysem bewertet. Für die Versorgung von schwer kranken Patientinnen und Patienten soll es damit eine größere Klarheit sowohl über die Behandlungsmöglichkeiten als auch über die erforderlichen Qualitätsstandards geben. Die Behandlungsmöglichkeiten bei schwerem Lungenemphysem sind derzeit sehr begrenzt. In bestimmten Fällen kann eine Lungenvolumenreduktion (LVR) Patientinnen und Patienten das Atmen erleichtern, indem das funktionslose, überblähte Lungengewebe operativ entfernt oder verringert wird. Die dafür im Moment in Frage kommenden fünf verschiedenen LVR-​Methoden hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hinsichtlich ihres Nutzens bewertet und zudem einen Beschluss zur Qualitätssicherung bei bronchoskopischen LVR gefasst, der zum 22. Januar 2021 in Kraft trat.