Diagnostik

Sauerstoff ist überlebenswichtig und für jede Körperzelle und -funktion notwendig. Damit unser Körper mit genug Sauerstoff versorgt wird, muss das Zusammenspiel aus Atmung, Kreislauf und der Gewebsdurchblutung stimmen. Die Sauerstoffsättigung gibt den Sauerstoffgehalt im Blut an. Zu niedrige Werte weisen also auf ein Problem in diesem Zusammenspiel hin. Wie kann man die Sauerstoffsättigung messen, welcher Wert ist normal und was tun bei zu niedrigen Werten?

Bestimmte Entzündungszellen im Blut (sog. Eosinophile) können ein guter Marker dafür sein, welche Therapie für einen Patienten mit COPD oder Asthma am besten geeignet ist. Patienten, die viele Eosinophile im Blut aufweisen, erleiden häufig akute Verschlechterungen (Exazerbationen), die aber mit inhalativen Steroiden gut in den Griff zu bekommen sind. Darauf machen die Lungenärzte des Verbands Pneumologischer Kliniken (VPK) aufmerksam.

Mithilfe einer neuen Risiko-Messlatte können Notärzte diejenigen COPD-Patienten identifizieren, bei denen innerhalb der nächsten dreißig Tage ein hohes Risiko für schwere Komplikationen besteht, die lebensbedrohlich sind und eine Intensivbehandlung in der Klinik erforderlich machen. Darauf weisen die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) hin.

Eine Untersuchung der Lungenfunktion sollte routinemäßig auch bei beschwerdefreien Rauchern und Exrauchern im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung durchgeführt werden. Dafür plädieren die Lungenärzte des VPK, da auch beschwerdefreie Patienten mit bisher undiagnostizierter COPD ein erhöhtes Risiko für lebensgefährliche Verschlechterungen (sog. Exazerbationen) und Lungenentzündungen haben.

Die chronisch obstruktive Lungenkrankheit (COPD) entwickelt sich oft unbemerkt. Dabei verbessert eine frühe Behandlung die Lebensqualität deutlich. Mediziner aus den USA haben nun im Sputum einen Biomarker für COPD gefunden. Dieser soll eine zeitige Diagnose erleichtern.Ein ansonsten gesunder Patient stellt sich bei seinem Hausarzt mit langanhaltendem Husten und Auswurf vor. Bei der Anamnese macht der Arzt schnell einen Risikofaktor ausfindig: Sein Patient ist Raucher. Obwohl bei der körperlichen Untersuchung die Auskultation der Lunge unauffällig ist, könnte eine chronische Bronchitis vorliegen.

Die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung COPD wird bei vielen Patienten gar nicht oder erst nach Jahren erkannt, obwohl die Symptome – Auswurf, Husten, Atemnot – eigentlich typisch sind. Mit drei einfachen Fragen könne man der Erkrankung auf die Spur kommen, informierte Dr. Maren Schuhmann von der Thoraxklinik Heidelberg beim Herbstkongress der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg. Für die Diagnose seien folgende Fragen wichtig: Sind sie über 40 Jahre alt? Rauchen Sie oder haben Sie früher viel geraucht? Haben Sie Husten oder Atemnot?

Der Einsatz des Procalcitonintests zur Unterscheidung von bakteriellen und viralen Infektionen führt nicht nur zu einem gezielteren Einsatz von Antibiotika bei Atemwegsinfektionen. Laut einer Meta-Analyse in Lancet Infectious Diseases (2017; doi: 10.1016/S1473-3099(17)30592-3) kann die procalcitoningesteuerte Antibiotika­therapie auch die Sterblichkeit der Patienten senken, indem sie die Komplikationen einer unnötigen Antibiotikagabe vermeidet.