Aktuelles

Patienten mit akuten Atemnotproblemen müssen nicht immer gleich invasiv beatmet werden. In vielen Fällen kann auch eine nasale High-Flow-Therapie oder nicht-invasive Beatmungsmethode sie stabilisieren und somit eine Intubation zur invasiven, maschinellen Beatmung vermieden werden. Das belegt eine aktuelle Studie, auf die die Lungenärzte des Verbands Pneumologischer Kliniken (VPK) hinweisen.

Forschende des Helmholtz Zentrums München sind einem neuen Therapieansatz bei COPD (chronisch obstruktiver Lungenkrankheit) auf der Spur. In einer Publikation im Fachjournal Nature stellen sie einen Ansatz vor, der im Tiermodell Schäden am Lungengewebe unterbinden und die Regeneration des Gewebes anregen konnte.
Mikroskopaufnahme (fluoreszent) von Lungenzellen.

Eine britische Studie zeigt, dass bei einem Viertel der Corona-Infizierten nach einigen Monaten keine Antikörper mehr zu finden sind. Ist also eine rasche Wiederansteckung möglich? Und was bedeutet das für einen Impfstoff? Experten warnen vor voreiligen Schlüssen.

Für Aufsehen sorgte Anfang der Woche eine Studie aus Großbritannien. Forscher des Imperial College London hatte über mehrere Monate mehr als 350.000 Erwachsene auf Antikörper gegen Sars-CoV-2 untersucht. Das Ergebnis verblüffte in zweierlei Hinsicht: Es zeigte nicht nur, dass Ende Juni mindestens 6 Prozent der Teilnehmer Antikörper im Blut hatten - ein Hinweis darauf, dass sich mehr als drei Millionen Briten zu diesem Zeitpunkt schon infiziert hatten, zehnmal so viele wie damals bekannt. Die britischen Forscher beobachteten zudem, dass der Anteil von Menschen mit nachweisbaren Corona-Antikörpern zurückgegangen war.

Die Kanzlerin fürchtet, dass sich das Coronavirus unkontrollierbar ausbreiten könnte. Sie ruft dazu auf, auf nicht notwendige Reisen zu verzichten und die Zahl der Kontakte zu beschränken. In den kommenden Tagen und Wochen werde sich entscheiden, wie dramatisch die Lage zu Weihnachten wird.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat angesichts weiter steigender Corona-Infektionszahlen in Deutschland eindringlich an die Bürger appelliert, zur Eindämmung der Pandemie beizutragen. "Wir müssen jetzt alles tun, damit das Virus sich nicht unkontrolliert ausbreitet. Dabei zählt jetzt jeder Tag", sagte die CDU-Politikerin in ihrem wöchentlichen Podcast. "Ich bitte Sie: Verzichten Sie auf jede Reise, die nicht wirklich zwingend notwendig ist, auf jede Feier, die nicht wirklich zwingend notwendig ist. Bitte bleiben Sie, wenn immer möglich, zu Hause, an Ihrem Wohnort."

Mundsoor ist eine der häufigsten Formen von Soor, einer Pilzerkrankung, die Haut und Schleimhäute befallen kann und durch den Hefepilz Candida ausgelöst wird. Der Überbegriff für alle durch diesen Pilz verursachten Infektionen lautet Candidose. Mundsoor wird deshalb auch als orale Candidose bezeichnet. Die Pilzinfektion kann am oder im Mund oder im Rachen auftreten. Häufig sind Babys betroffen, aber auch bei Erwachsenen mit einem schwachen Immunsystem ist die Infektion oft zu beobachten. Lesen Sie hier, wie Sie Mundsoor erkennen und behandeln können.

Grippeerkrankungen, die zu Beginn der Corona-Pandemie saisonbedingt noch häufig waren, scheinen die Übertragung der SARS-CoV-2-Viren um das 2- bis 2,5-Fache erhöht zu haben. Das legt ein mathematisches Modell nahe, dass Forschende am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin und am Institut Pasteur in Paris für ihre Analyse herangezogen haben.

Der Einsatz inhalativer Kortikosteroide auch bei milder COPD ist weit verbreitet und birgt mehr Risiken als Nutzen. Auf dem virtuellen ERS Kongress 2020 beschäftigten sich zwei Vorträge mit dem richtigen Ein- und Absetzen der inhalativen Kortikosteroide bei COPD.
COPD Diagnose
Hintergrund

Die Frage, ob es ein Problem mit inhalativen Kortikosteroiden (inhaled corticosteroids [ICS]) bei der Behandlung der COPD gibt, beantwortete der Vorsitzende der Respirations-Forschung der British Lung Foundation Professor Dr. James D. Chalmers von der Universität Dundee auf dem virtuellen ERS Kongress 2020 mit einem klaren Ja. Die gute Nachricht sei allerdings, so Chalmers, dass die Zahl der Verschreibungen langsam sinke. Im Vereinigten Königreich machten die inhalativen Kortikosteroide 2005 noch 77% der Erhaltungstherapie bei COPD aus. Bis 2015 sank dieser Anteil allmählich auf 47%. „Aber das ist immer noch zu viel, weil die Medikamente nicht sinnvoll verschrieben werden,“ erklärte Chalmers.
Unnötige Therapieeskalation