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Grundsätzlich sollte am Anfang jeder Diagnosestellung beim Allgemein- oder Lungenfacharzt eine gründliche Anamnese des Patienten stehen, also ein ausführliches Gespräch über seine Krankheitsgeschichte, über die mit der Erkrankung verbundenen Einschränkungen im täglichen Leben und über eventuell vorhandene Allergien und Kontakte mit Gefahrstoffen. Dieses Prinzip gilt auch bei der Diagnose von Lungenerkrankungen.

Thoraxchirurgen am Universitätsklinikum Freiburg haben zum bisher ersten Mal in Baden-Württemberg einen ganzen Lungenflügel minimal-invasiv entfernt. Sie operierten einen an Lungenkrebs leidenden Patienten. Einzelne Lungenlappen seien in den vergangenen zwei bis drei Jahren immer wieder via Schlüsselloch-Operation entfernt worden, doch die Entnahme ganzer Lungenflügel sei bisher die absolute Ausnahme geblieben, so die Freiburger Mediziner.

Wissenschaftler der Universität Heidelberg und des EMBL Heidelberg haben im Rahmen einer Kooperation im Deutschen Zentrum für Lungenforschung (DZL) eine Methode entwickelt, mit der sie die Aktivität eines für verschiedene Lungenerkrankungen bedeutsamen Enzyms direkt auf der Zelloberfläche messen können. http://bit.ly/R6wbcu

Lungenleiden COPD kann genetische Ursache habenDie Lungenerkrankung COPD wird im Allgemeinen schnell mit dem Rauchen erklärt. Der Qualm ist aber nicht immer Ursache: Es gibt auch einen Gendefekt, der dafür verantwortlich gemacht wird.http://bit.ly/QZcVO8

Nicht immmer sind Luftschadstoffe wie Tabakrauch Ursache einer COPD (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung mit oder ohne Lungenemphysem). Auch eine Erbkrankheit kann dahinter stecken, die sich aber durch einen einfachen Bluttest beim Hausarzt erkennen und mit einer Ersatztherapie gut behandeln lässt. Darauf weisen die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in Berlin hin.

Antibiotikaverordnungen bei akuten Atemwegsinfekten lassen sich um die Hälfte reduzieren, wenn Arzt und informierter Patient gemeinsam die Therapieentscheidung treffen, so das Ergebnis einer kanadischen Studie im Fachmagazin «Canadian Medical Association Journal».

Eine Voraussetzung für die Krebstherapie mit Schwerionen ist, dass das zu bestrahlende Körperteil völlig ruhig gestellt werden kann, damit das umliegende Gewebe keinen Schaden nimmt. Um künftig auch Lungentumoren auf diese Weise behandeln zu können, haben Forscher am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung einen künstlichen Tumor entwickelt, der die natürlichen Atem- und andere Bewegungen imitiert. Mithilfe einer speziellen Software, die imstande ist, zu lernen, wie ein Mensch atmet, lässt sich dann auf die zu erwartenden Bewegungen des Tumors in der Lunge schließen und den punktgenauen Schwerionenstrahl entsprechend anpassen.