Forschung

Durch die Entwicklung eines Lungenunterstützungssystems (einer Art künstlichen Lunge), das dauerhaft ausreichend Kohlendioxid aus dem Blut entfernt, sollen Patienten mit der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) Lebensqualität und Selbstbestimmung zurückgewinnen. Eines von zehn Projekten wurde jetzt ausgewählt, die aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union als Leuchtturmprojekt gefördert werden sollen.

Atemnot, Husten und Verlust der Belastbarkeit - das sind die Hauptsymptome einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) mit fortschreitender Verengung der Atemwege, einer der häufigsten Todesursachen weltweit. Auslöser ist meistens das Rauchen, kann aber auch eine andere Schadstoffbelastung oder das eigene Erbgut sein.

Nicht bei jeder COPD-Exazerbation ist ein Antibiotikum erforderlich. Der CRP-Spiegel könnte bei der Entscheidung für oder gegen den Einsatz helfen.

Mehr als 80 % der COPD-Patienten mit akuter Exazerbation erhalten in Europa unter anderem ein Antibiotikum. Nicht wenige dieser Antibiotikatherapien sind wahrscheinlich unnötig, denn viele Kollegen greifen auf eher unzuverlässige klinische Parameter wie verstärkte Atemnot, vermehrte Sputumproduktion und eitrigen Auswurf zurück, beklagen Christopher C. Butler­ von der Universität Oxford und Kollegen. Das verursacht nicht nur überflüssige Kosten, sondern fördert auch Resistenzen.

Raucher sind besonders gefährdet: Etwa 80 bis 90 Prozent aller Patienten, die an COPD erkrankt sind, sind Raucher oder ehemalige Raucher. Auch einige andere Faktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit, an COPD zu erkranken, zum Beispiel, wenn man berufsbedingt Feinstäube einatmen muss (bspw. Bergleute) oder wenn man dauerhaft einer hohen Konzentration von Luftschadstoffen ausgesetzt ist. Das ist vor allem in ärmeren Ländern der Fall, wo häufig an offenen Feuerstellen gekocht wird.

Organe aus dem 3D-Drucker – darauf werden große Hoffnungen gesetzt. Noch sind sie Zukunftsmusik. Aber es gibt Fortschritte zu vermelden, berichten Forscher aus Houston.
Auf dem Weg zur Herstellung künstlicher Organe ist die Forschung jetzt auch bezüglich Atemwege einen Schritt weitergekommen

COPD-Patienten können von der nicht-invasiven Beatmung erheblich profitieren und auch von der Sauerstofftherapie – vorausgesetzt, die Indikation stimmt. Wer was bekommt, dürfen Ärzte aber nicht nach Gefühl entscheiden.
Bevor man einem COPD-Patienten Sauerstoff gibt oder ihn nicht-invasiv beatmet, ist zu prüfen, auf welcher Ebene die Störung liegt.

Stark geschädigte Lungen können nach Angaben von US-Forschenden so weit regeneriert werden, dass sie die Kriterien für ein Transplantat erfüllen. Sie hoffen damit künftig mehr Spenderlungen als bisher verfügbar zu machen. Eine Lungentransplantation stellt für Patienten mit einer Lungenerkrankung im Endstadium oft die einzige lebensrettende Therapie dar. Die Möglichkeiten einer Transplantation sind aber aufgrund der geringen Anzahl verfügbarer Spenderorgane stark begrenzt.

Forscher haben festgestellt, dass die Alterung bei COPD-Patienten im Vergleich zu Nichtrauchern und Rauchern ohne COPD um ein Vielfaches beschleunigt ist. Darauf machen die Lungenärzte der Deutschen Lungenstiftung aufmerksam. Raucher sollten also besser so bald wie möglich eine Tabakentwöhnung machen, um nicht an COPD zu erkranken.