Forschung
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Der Alpha-1-Antitrpysin-Mangel ist eine seltene Erkrankung – dennoch sind Betroffene damit nicht allein: In Deutschland leben etwa 20.000 Menschen mit einem schweren Mangel. Die Medizinische Hochschule Hannover bietet in Kooperation mit dem Forschungsnetzwerk BREATH (Biomedical Research in Endstage And Obstructive Lung Disease Hannover)/DZL, dem Lungeninformationsdienst und dem Alpha1 Deutschland e.V. ein kostenloses Patientenseminar an.
Am Samstag, den 24. August 2024, von 10.00 bis 14.00 Uhr berichten ausgewiesene Fachleute zum aktuellen Wissensstand zum Alpha-1-Antitrypsin-Mangel (AATM), Begleiterkrankungen wie Bronchiektasen, der Behandlung und der Prävention von Krankheitsverschlechterungen. Außerdem kommen Betroffene zu Wort, die aus dem Leben mit der Erkrankung berichten. Abgerundet wird die Veranstaltung durch eine Fragerunde an die Experten.
Eine Anmeldung ist erforderlich. Bitte melden Sie sich bis zum 17. August 2024 verbindlich an.
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Die psychische Belastung, an einer chronischen Erkrankung zu leiden, ist groß. Bei Mukoviszidose liegt außerdem eine hohe Therapielast vor, die eine gute Therapietreue voraussetzt. Da die Behandlung psychischer Symptome bei Menschen mit Mukoviszidose sowohl in der Forschung als auch in der Klinik lange nicht im Fokus stand, werden Betroffene mit Ängsten, Depressionen o.a. psychopathologischen Problemen diesbezüglich häufig nur unzureichend therapiert.
Da vielerorts lange Wartezeiten für Psychotherapien die Regel sind, sind niedrigschwellige und schnell verfügbare Zusatzangebote essenziell.
Hier setzt das Selbsthilfebuch „MukoHelp: Therapie für die Seele“ an. Das Buch soll Betroffenen eine Hilfestellung geben, anhand von sechs Modulen mit Übungen und Arbeitsaufgaben ihre seelische Verfassung selbst zu reflektieren und Strategien zu erlernen, mit Mukoviszidose-spezifischen depressiven Symptomen und Ängsten umzugehen.
Der Mukoviszidose e.V. vernetzt die Patienten, ihre Angehörigen, Ärzte, Therapeuten und Forscher. Er bündelt unterschiedliche Erfahrungen, Kompetenzen sowie Perspektiven mit dem Ziel, jedem Betroffenen ein möglichst selbstbestimmtes Leben mit Mukoviszidose zu ermöglichen. Um die vielfältigen Aufgaben und Ziele zu verwirklichen, ist der gemeinnützige Verein auf die Unterstützung engagierter Spender und Förderer angewiesen.
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Forschende haben in den letzten Jahren entdeckt, dass die Zusammensetzung des Darmmikrobioms die Wirksamkeit von Krebsimmuntherapien beeinflussen kann. Sie konnten zum Beispiel zeigen, dass Behandlungen mit Antibiotika die Erfolgschancen der Krebsbehandlung mit einem bestimmten Krebsmedikament, dem sogenannten Checkpoint-Inhibitor Ipilimumab, verringern. Als Grund dafür sahen die Wissenschaftler:innen die Abtötung von Darmbakterien, die das Immunsystem unterstützen.
Ein einfacher Stuhltest könnte bald anzeigen, ob eine Immuntherapie bei Lungenkrebs wirkt. Grundlage ist der Nachweis bestimmter Darmbakterien, die das Immunsystem unterstützen. Das Testergebnis könnte zukünftig die Therapieentscheidung erleichtern.
Der Test ist ein vereinfachter PCR-Test (PCR = Polymerase-Kettenreaktion). Er erkennt in Stuhlproben Genabschnitte von 21 Bakterienarten.
Ob der Stuhltest die Behandlungsergebnisse tatsächlich verbessert, muss jedoch noch in klinischen Studien überprüft werden.
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Forschende haben in den letzten Jahren entdeckt, dass die Zusammensetzung des Darmmikrobioms die Wirksamkeit von Krebsimmuntherapien beeinflussen kann. Sie konnten zum Beispiel zeigen, dass Behandlungen mit Antibiotika die Erfolgschancen der Krebsbehandlung mit einem bestimmten Krebsmedikament, dem sogenannten Checkpoint-Inhibitor Ipilimumab, verringern. Als Grund dafür sahen die Wissenschaftler:innen die Abtötung von Darmbakterien, die das Immunsystem unterstützen.
Ein einfacher Stuhltest könnte bald anzeigen, ob eine Immuntherapie bei Lungenkrebs wirkt. Grundlage ist der Nachweis bestimmter Darmbakterien, die das Immunsystem unterstützen. Das Testergebnis könnte zukünftig die Therapieentscheidung erleichtern.
Der Test ist ein vereinfachter PCR-Test (PCR = Polymerase-Kettenreaktion). Er erkennt in Stuhlproben Genabschnitte von 21 Bakterienarten.
Ob der Stuhltest die Behandlungsergebnisse tatsächlich verbessert, muss jedoch noch in klinischen Studien überprüft werden.
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Ein internationales Forschungsteam hat über 25.000 Studien der letzten 20 Jahre ausgewertet, um herauszufinden, wann vorbeugende Antibiotika-Therapien für Kontaktpersonen von Tuberkulose-Betroffenen sinnvoll sind.
Mycobacterium tuberculosis, der Erreger der Tuberkulose, wird durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen. Menschen, die an Lungentuberkulose erkrankt sind, verbreiten die Erreger beim Husten oder Niesen. Daher ist es wichtig, Menschen, die engen Kontakt mit Tuberkulose-Patient:innen hatten, zu finden und zu testen. So lässt sich die Ausbreitung der Krankheit verhindern.
Vorbeugende Antibiotika nicht immer sinnvoll bei Tuberkulose-Kontaktpersonen
Ob eine Person mit Tuberkulose-Bakterien in Kontakt gekommen ist, kann mit speziellen Immuntests festgestellt werden. Diese Tests zeigen, ob das Immunsystem auf die Erreger reagiert hat. Besteht der Verdacht, dass man sich angesteckt hat oder fällt ein Immuntest positiv aus, kann eine vorbeugende Therapie mit Antibiotika helfen. Aufgrund der Behandlungsdauer und möglicher Nebenwirkungen ist der Antibiotika-Einsatz jedoch nicht immer sinnvoll. Schätzungsweise trägt weltweit jeder vierte Mensch den Tuberkulose-Erreger in sich, ohne zu erkranken. Zu den Risikogruppen für die Entwicklung einer aktiven Lungentuberkulose zählen vor allem kleine Kinder, immungeschwächte Personen und Menschen aus Ländern mit hoher Tuberkulosehäufigkeit.
Die Auswertung der Studien ergab, dass der Nutzen der vorbeugenden Therapie der Kontaktpersonen von der Tuberkulose-Inzidenz eines Landes abhängt:
- Niedrige Inzidenz: Hier ist es sinnvoll, nur Kontaktpersonen mit positivem Testergebnis präventiv zu behandeln.
- Hohe Inzidenz: In Ländern mit hohem Tuberkulose-Aufkommen sollten alle engen Kontaktpersonen präventiv behandelt werden, unabhängig vom Testergebnis.
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Der Begriff „Lungenmikrobiom“ umfasst alle Mikroorganismen im Atmungstrakt. In gesunden Lungen lebt eine vielfältige Gemeinschaft von Mikroben.
Geraten die bakterielle Zusammensetzung oder die Stoffwechselaktivitäten der Mikroorganismen durcheinander oder siedeln sie sich an anderen Stellen an, können Lungenkrankheiten auftreten. Forschende konnten bereits Zusammenhänge einer solchen „Dysbiose“ mit Erkrankungen wie COPD, Asthma und interstitiellen Lungenkrankheiten nachweisen.
Doch nicht nur das Lungenmikrobiom beeinflusst die Lungengesundheit. Studien haben gezeigt, dass das Mikrobiom des Magen-Darm-Trakts und des Atmungssystems miteinander in Wechselwirkung stehen. Forschende bezeichnen dies als Darm-Lungen-Achse. Demnach kann auch ein gestörtes Mikrobiom im Magen-Darm-Trakt das Lungenmikrobiom durch chemische Botenstoffe beeinflussen.
Forschende suchen nach Möglichkeiten, um Erkrankungen durch eine Veränderung des Mikrobioms zu behandeln.
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- Kategorie: Forschung
Interstitielle Lungenerkrankungen treten häufig gleichzeitig mit obstruktiver Schlafapnoe auf. Bei letzterer gilt die sogenannte CPAP-Therapie als Standard zur Behandlung. Forschende sind der Frage nachgegangen, wie wirksam die kontinuierliche Atemwegsüberdrucktherapie – kurz CPAP (continous positive airway pressure) – bei Betroffenen mit beiden Erkrankungen ist.
Das Wissenschaftsteam durchsuchte hierzu systematisch 485 Artikel, 82 davon wurden analysiert. Vier Beobachtungsstudien erfüllten die definierten Einschlusskriterien und wurden in die Auswertung einbezogen.
Die Ergebnisse:
- Die CPAP-Therapie verbesserte die Lebensqualität und verringerte Symptomverschlechterungen (Exazerbationen) der interstitiellen Lungenerkrankung.
- In Bezug auf die Sterblichkeit waren die Ergebnisse jedoch aufgrund der unterschiedlichen Studiendefinitionen und -methoden nicht schlüssig.
Um die Wirksamkeit umfassender zu bewerten, sind daher weitere Untersuchungen mit standardisierten Definitionen und strengen Methoden erforderlich. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf die Sterblichkeit.
Wechselwirkung von interstitieller Lungenerkrankung und Schlafapnoe
Der Zusammenhang zwischen interstitiellen Lungenkrankheiten und obstruktiver Schlafapnoe ist kompliziert. Vermutlich beeinflussen sich beide Erkrankungen gegenseitig: Einerseits kann die Schlafapnoe zur Entstehung einer interstitiellen Lungenerkrankung beitragen. Andererseits kann eine interstitielle Lungenkrankheit die Schlafapnoe verstärken.
Menschen mit beiden Erkrankungen leiden unter Symptomen wie
- starke Müdigkeit am Tag,
- verminderter Lebensqualität,
- erhöhte Krankheitslast und
- vorzeitige Sterblichkeit.