COPD und Medikamente

Menschen mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung COPD können von einer Kombinationstherapie aus drei verschiedenen Wirkstoffen profitieren. Im Vergleich zu einer Zweifachkombination verringerte sich in einer großen Studie die Zahl an akuten Verschlechterungen (Exazerbationen) deutlich. Und auch in anderen Bereichen zeigte die Therapie positive Ergebnisse.

Hypertonie ist die häufigste Komorbidität bei COPD. Und beide Erkrankungen erhöhen das kardiovaskuläre Risiko. Je nach Substanzklasse zeigen die Antihypertensiva unterschiedliche pulmonale Effekte. Für Patienten mit der Lungenkrankheit müssen blutdrucksenkende Medikamente daher besonders sorgfältig ausgewählt werden.

Eine große Studie mit Daten von fast 38.000 Personen mit COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) deutet darauf hin, dass die Verwendung von Cortison-Spray das Risiko für Typ-2-Diabetes erhöhen könnte. Höhere Cortison-Dosen hatten sogar noch weitreichendere Auswirkungen.

Gerade in den Wintermonaten, wenn man sich seltener im Sonnenlicht aufhält, kann es zu einer Unterversorgung mit Vitamin D kommen, was die Immunabwehr schwächt. COPD-Patienten können infolgedessen mehr Atemwegsinfekte erleiden, die ernsthafte Krankheitsverschlechterungen (Exazerbationen) begünstigen und das Sterberisiko erheblich erhöhen. Deshalb raten die Lungenärzte der Deutschen Lungenstiftung COPD-Patienten, ihren Vitamin-D-Status beim Arzt überprüfen zu lassen.

An der Entzündungsreaktion in den Atemwegen bei Asthma und in manchen Fällen von COPD sind eosinophile Granulozyten beteiligt. Deshalb wurde untersucht, ob der Antikörper Benralizumab, der bereits erfolgreich gegen schweres eosinophiles Asthma eingesetzt wird, auch bei COPD eine Therapieoption sein könnte.

Etwa jeder dritte Patient mit schwerem Asthma nimmt schädliche Dosen von oralen Kortikoiden ein, hat eine niederländische Studie ergeben, die beim europäischen Pneumologenkongress (ERS) vorgestellt wurde.

Wie die European Lung Foundation mitteilt, hat Dr. Katrien Eger von der Uniklinik in Amsterdam mit ihrem Team Daten von Patienten aus einer Apothekendatenbank analysiert, die wegen eines schweren Asthmas hochdosierte inhalative Kortikoide (ICS) plus langwirksame Beta-Agonisten erhalten hatten.

Es stellte sich heraus, dass 29 Prozent derjenigen Asthma-Patienten, die hochdosierte ICS bekamen, auch bedenkliche Mengen an oralen Kortikoiden von 420 mg pro Jahr und mehr einnahmen. Und von diesen hätten 78 Prozent ihre inhalative Medikation entweder nicht regelmäßig oder technisch nicht korrekt angewendet.

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) und die chronische Bronchitis sind langfristige Atemwegserkrankungen. Sie verursachen Symptome wie Kurzatmigkeit, Husten und übermäßigen Auswurf. Bei Personen mit COPD und chronischer Bronchitis kann es zu Schüben der Krankheit kommen (Exazerbationen), wenn sich ihre Symptome verschlechtern.

Schleimlöser (Mukolytika) sind oral einzunehmende Arzneimittel, die den Auswurf lösen könnten und es so erleichtern, ihn abzuhusten. Schleimlöser könnten andere nutzbringende Auswirkungen auf Lungeninfektionen und Entzündungen haben und könnten die Häufigkeit von Schüben der Krankheit mindern, welche Menschen mit COPD und chronischer Bronchitis erleben. Es gibt auch Schleimlöser, die inhaliert werden können.