COPD und Medikamente

Cleveland – Eine hoch dosierte Therapie mit dem nichtsteroidalen Antiphlogistikum (NSAID) Ibuprofen scheint bei Kindern mit Mukoviszidose die Verschlechterung der Lungenfunktion zu verlangsamen. Dies zeigt die Analyse eines US-Patientenregisters im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine. Ursache der Mukoviszidose ist ein Gendefekt, der die Bildung eines zähen Schleims in den Atemwegen zur Folge hat, die der Erkrankung den Namen gegeben hat. Der Mukos behindert die Atmung und begünstigt bakterielle Infektionen. Die Therapie besteht deshalb in einer Kombination aus Inhalations- und Physiotherapie und der Gabe von Antibiotika. Da die ständigen Infektionen mit einer Entzündungsreaktion in der Lunge einhergehen, wird seit Jahren eine antientzündliche Therapie mit NSAID diskutiert.

Lipid senkende Herz-Medikamente wie die Statine können offenbar auch den fortschreitenden Lungenfunktionsverlust bei COPD-kranken Rauchern, die das Rauchen längst aufgegeben haben, abbremsen. Neben dem Verzicht auf das Rauchen wäre das eine wünschenswerte, zusätzliche Therapiemöglichkeit, um die Lebensqualität und Überlebensaussichten von Tabak abstinenten COPD-Patienten zu verbessern.

Getränke, die Koffein oder den Saft aus Pampelmusen bzw. Grapefruits enthalten, können die Wirkung von Medikamenten stark beeinflussen, was der Gesundheit schaden oder auch lebensgefährlich sein kann.

Jeder vierte scheinbar Gesunde hat eine Mineralisationsstörung der Knochen und damit ein erhöhtes Osteoporose-Risiko. Um das zu verhindern, ist eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Kalzium und Vitamin D erforderlich.

Wer bei Schnupfen Nasentropfen oder –Sprays gegen seine verstopfte Nase verwenden möchte, sollte diese nicht länger als eine Woche nehmen, weil sonst die Nasenschleimhaut auszutrocknen droht. Das empfiehlt der Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte.

Gezielte Verschreibung von Neuraminidasehemmern stieg um Faktor 2,5Influenza ist auch bei Kindern ein Problem: In der Grippesaison 2004/2005 erkrankte nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) eins von drei Kindern. Bei Erwachsenen war es einer von zehn. Grippe-Schnelltests erleichtern die Diagnose.

Der langwirksame Bronchodilatator Tiotropium wird für Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) jetzt in einem neuen Inhaliergerät (Spiriva® Respimat®) angeboten. Es erleichtert Patienten die Inhalation des Wirkstoffs. Experten wie Dr. Thomas Voshaar aus Moers versprechen sich von dem neuen Gerät Fortschritte in der Langzeitbehandlung von COPD-Kranken.