COPD und Medikamente

Moderne Asthma- Aerosole mit extrafeinen Tröpfchen wie die Fixkombination mit Beclometason und dem langwirksamen Beta-2-Mimetikum Formoterol erreichen die kleineren Atemwege besser als andere Inhalationstherapeutika. Ein weiterer Vorteil ist die darin enthaltene relativ geringe Steroiddosis

Langwirksames Anticholinergikum bessert Lungenfunktion über vier Jahre / Studie mit knapp 6000 Patienten. Das langwirksame Anticholinergikum Tiotropium bremst bei COPD-Patienten zwar nicht signifikant die jährliche Abnahme der Lungenfunktion. Aber die Lungenfunktion ist mit der Substanz dauerhaft besser als mit Placebo. Und es gibt weniger Exazerbationen und auch weniger Klinikeinweisungen.

Die Gabe des Anticholinergikums Tiotropium (Spiriva®) scheint doch nicht das Risiko von Schlaganfällen und Todesfällen bei Patienten mit chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen zu erhöhen. Dies zeigen die Ergebnisse einer randomisierten Doppelblindstudie im New England Journal of Medicine (2008: 359: 1543-1554). Die US-amerikanische Zulassungsbehörde FDA relativierte eine Warnmeldung vom März. Eine endgültige Bewertung der Behörde steht jedoch noch aus.

Bei bakteriellen Atemwegsinfektionen mit erhöhtem Komplikations-Risiko sind Antibiotika zu erwägen. Die Mittel sollten rational und kurz - meist reichen fünf Tage - eingesetzt werden. Um Resistenzen zu vermeiden, sind die Antibiotika zyklisch zu wechseln.

Hat Cortison nur böse Nebenwirkungen oder bietet es im Vergleich zu anderen Medikamenten auch entscheidende Vorteile? Das können Betroffene und Interessierte im September auf dem Patientenkongress „Symposium Lunge 2008“ in Hattingen erfahren.

Inhalierbare Anticholinergika sind nach den Ergebnissen einer Metaanalyse bei COPD-Patienten mit einer deutlich höheren kardiovaskulären Ereignisrate assoziiert als Placebo oder andere Arzneien. Zwei pharmazeutische Unternehmen widersprechen der Interpretation der Daten.

Ein bisher als gut verträglich eingestuftes Schmerzmedikament kann bei Allergikern das Risiko für Asthma offenbar verdreifachen. Das berichten Forscher in der Fachzeitschrift European Respiratory Journal.