COPD und Medikamente

Hat Cortison nur böse Nebenwirkungen oder bietet es im Vergleich zu anderen Medikamenten auch entscheidende Vorteile? Das können Betroffene und Interessierte im September auf dem Patientenkongress „Symposium Lunge 2008“ in Hattingen erfahren.

Ein bisher als gut verträglich eingestuftes Schmerzmedikament kann bei Allergikern das Risiko für Asthma offenbar verdreifachen. Das berichten Forscher in der Fachzeitschrift European Respiratory Journal.

Patienten, die schon wegen eines metastasierten nicht-kleinzelligen Bronchial-Ca (NSCLC) behandelt worden waren, profitieren von einer Zweitlinientherapie mit dem EGFR-Hemmer Erlotinib. Das gilt unabhängig von klinischen Risikofaktoren wie Alter und Raucherstatus.

Mittel gegen Heuschnupfen, die man ohne Rezept in der Apotheke kaufen kann, sind nicht in jedem Fall unbedenklich. Bestimmten Patienten muss sogar von einer Einnahme abgeraten werden, warnen die Lungenärzte vom Bundesverband der Pneumologen (BdP).

Klinikeinweisung nach CRB-65-Skala rettet Leben / Update der LeitlinienZur Therapie bei leichter ambulant erworbener Pneumonie (community acquired pneumonia, CAP) reichen weiter Aminopenicilline als Mittel der Wahl aus. Die Antibiose kann sogar eher verkürzt werden, wie Pneumologen beim Internisten-Kongress berichtet haben.

Hoffnung in KombitherapieZur Palliativ-Therapie bei pulmonal-arterieller Hypertonie stehen drei spezifische Medikamente zur Verfügung. Bringt eine Monotherapie keinen ausreichenden Effekt, bieten sich Kombinationen der verschiedenen Wirkstoffe an.

Nach Schätzungen erkranken jedes Jahr in Deutschland etwa 800 000 Menschen an ambulant erworbener Pneumonie (community acquired pneumonia, CAP), etwa ein Drittel davon wird in eine Klinik eingewiesen. Mit CAP werden somit mehr Menschen stationär behandelt als wegen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Sechs bis acht Prozent der Betroffenen sterben an der Lungenentzündung. Pneumonie steht bei den Todesursachen in Deutschland somit an sechster Stelle.