COPD und Medikamente

Inhalatoren sollten in den Apotheken nicht bedenkenlos gegen preisgünstigere Alternativpräparate ausgetauscht werden. Darauf weisen die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) und des Bundesverbandes der Pneumologen (BdP) gemeinsam hin...

Im Mittelmeerraum sind viele Keime gegen Penicillin und Makrolide resistent.Auf eine Reise-Anamnese sollte nicht verzichtet werden, wenn jetzt Patienten mit Pneumonie in die Praxis kommen. "Für die Antibiotika-Wahl macht es einen Unterschied, ob der Patient zuvor in Spanien war oder an der Nordsee", so Professor Hartmut Lode, Pneumologe aus Berlin.

Salmeterol und Fluticason bremsen den Verlust der Lungenfunktion / Ergebnis einer Studie mit mehr als 6000 Patienten SAN FRANCISCO/MÜNCHEN (wst). Die fortschreitende Verschlechterung der Lungenfunktion bei COPD-Patienten lässt sich durch eine kontinuierliche inhalative Behandlung sowohl mit Salmeterol als auch mit Fluticason verzögern. Am deutlichsten ist der Effekt im Vergleich zu Placebo, wenn die beiden Substanzen miteinander kombiniert werden.

Therapie bei schweren Infektionen durch Problemkeime wird erleichtert / Geringe Rate an Diarrhoen durch Clostridium difficile .Besonders bei schweren Infektionen in der Klinik sind Antibiotika-Resistenzen ein zunehmendes Problem. Gefördert werden Resistenzen unter anderem, weil bestimmte BreitbandAntibiotika bei Infektionen besonders häufig angewendet werden. Ein Präparat mit Piperacillin und dem Betalaktamase-Hemmer Tazobactam in neuer Galenik hilft, einige der Resistenzen zu vermeiden.

Ausreichende Dosierung und ausreichend lange Einnahme vermeiden Resistenzen / Vorteile für Retardarzneien. Rasch die Symptome zu verbessern und zuverlässig den Erreger zu eradizieren, möglichst ohne Resistenzen zu erzeugen - das sind die Ziele einer Antibiotikatherapie. Deshalb ist ein restriktiver Umgang mit Antibiotika nötig: Die Substanzen müssen gezielt in ausreichend hoher Dosierung und ausreichend langer Therapiedauer eingesetzt werden.

Sildenafil erweitert Gefäße vor allem in gut belüfteten Lungenarealen / Hinweise auf antiproliferative Effekte. Bei Patienten mit unklarer Luftnot kann auch eine pulmonal-arterielle Hypertonie (PAH) der Grund sein. Daran zu denken ist wichtig: Denn mittlerweile lässt sich durch Diagnose-Verfahren wie Doppler-Echokardiografie die Erkrankung gut erkennen, und die Patienten können anschließend gezielt behandelt werden.

Unerwünschte Wirkungen der Behandlung lassen sich minimieren / Dosis bei Dauertherapie sollte nicht über 7,5 mg Prednisolon täglich liegen. Patienten mit einer schweren chronisch-obstruktiven Lungenkrankheit (COPD) brauchen häufig eine systemische Steroidtherapie. Die unerwünschten Wirkungen einer solchen Behandlung lassen sich minimieren oder gar vermeiden. Praktische Tipps dazu hat Professor Wolfgang Petermann aus Paderborn gegeben.