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Seattle – Der Einsatz von Opioiden in der Schmerztherapie ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Eine unterschätze Gefahr bei älteren Patienten könnten Pneumonien sein. Eine Fall-Kontroll-Studie im Journal of American Geriatrics Society (2011; doi: 10.1111/j.1532-5415.2011.03586.x) weist vor allem auf ein erhöhtes Risiko nach der Verordnung von Opioiden hin, die das Immunsystem hemmen.

Der Wirkstoff Palifermin begünstigt bei Mäusen mit Lungenemphysem den Erhalt von Lungenbläschen. Die Substanz wird bislang erfolgreich zur Behandlung schwerer Entzündungen der Mundschleimhaut eingesetzt, wie sie durch eine Strahlentherapie hervorgerufen werden können.

Ein ursprünglich für die Krebstherapie entwickelter Tyrosinkinasehemmer kann vermutlich das Fortschreiten der idiopathischen Lungenfibrose deutlich verlangsamen. In einer Phase-II-Studie im New England Journal of Medicine (2011; 365: 1079-1087) wurde auch die Rate der lebensgefährlichen Exazerbationen gesenkt.

Raucher, die sich die erste Zigarette direkt nach dem morgendlichen Aufwachen anzünden, haben ein größeres Risiko für Lungenkrebs bzw. Tumoren im Kopf- und Halsbereich als Raucher, die – bei vergleichbarem Zigarettenkonsum pro Tag - länger abwarten können. Darauf machen die Lungenärzte der Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) aufmerksam unter Berufung auf die Ergebnisse zweier neuer Studien.

Ob Asthma, Raucherlunge oder Bronchitis: Atemwegserkrankungen haben sich zu Volkskrankheiten entwickelt und gehören weltweit zu den häufigsten Todesursachen – doch das Wissen über Krankheiten, Behandlung und Prävention ist in der Öffentlichkeit lückenhaft. Das zeigt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag des Wissenschaftsjahres 2011 – Forschung für unsere Gesundheit zum Deutschen Lungentag am 17. September.

Um die Anzahl von Tierversuchen zu verringern, haben Forscher der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin ein Lungenmodell entwickelt, das aus Lungenzellen besteht, die auf Membranen in einer Grenzschicht von Luft und Flüssigkeit kultiviert werden. An diesem ließ sich die Toxizität von vier Testgasen bereits zufriedenstellend untersuchen. Nun soll der Test um fünf weitere Gase erweitert werden.

Zweimal wöchentlich eine Stunde Tai Chi Qigong (TCQ) soll die Lungenfunktion und körperliche Belastbarkeit von Patienten mit COPD verbessern – das berichten zumindest Forscher aus Hongkong. Auch regelmäßige Atemtechnikübungen in Kombination mit Spaziergängen können dazu beitragen, den mit COPD einhergehenden Lungenfunktionsverlust der Patienten aufzuhalten und das Fortschreiten der Erkrankung abzubremsen.