Rauchen - Dampfen - E-Zigaretten

Warum erkranken Menschen an der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung COPD, obwohl sie in ihrem Leben niemals geraucht haben? Zu dieser Frage konnten Forschende jetzt neue Hinweise finden. Ihre Ergebnisse zeigen auch, warum manche Raucher ein höheres COPD-Risiko tragen als andere.
Rauchen ist der größte Risikofaktor für die Entstehung einer COPD. Trotzdem hat etwa eine von fünf Personen, die von der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung betroffen ist, nie geraucht. Auf der anderen Seite entwickeln zahlreiche Raucher  nie eine COPD. Warum das so ist, darüber gibt es bis heute nur wenige Erkenntnisse. Englische Forschende sind der Frage nun genauer nachgegangen.

E-Zigaretten enthalten zwar weniger Schadstoffe als Tabakrauch, gesundheitlich völlig unbedenklich sind sie deshalb aber nicht, warnen die Lungenärzte der Deutschen Lungenstiftung.

Nach Angaben der American Lung Association greifen derzeit immer mehr Jugendliche in den USA zu E-Zigaretten - das Dampfen entwickele sich zu einer regelrechten Epidemie unter Jugendlichen.

Das Rauchen von Wasserpfeifen (Shishas) liegt im Trend. Viele Menschen unterschätzen jedoch die Gefahren, der vermeintlich „gesunden“ Zigaretten-Alternative deutlich. Darauf weisen führende Expertinnen und Experten hin. So könne eine Shisha-Sitzung mit dem Konsum von bis zu 100 Zigaretten verglichen werden.

Rauchen schwächt die natürlichen Abwehrmechanismen. Außerdem sind Raucher anfälliger für chronisch-entzündliche Erkrankungen wie COPD und bekommen auch deswegen häufiger Lungenentzündungen.

Rauchen erhöht die Anfälligkeit für Lungenentzündungen. Je mehr Zigaretten geraucht werden, umso größer ist das Risiko für eine Lungenentzündung. Bei starken Rauchern ist es im Vergleich zu Nichtrauchern fast doppelt so hoch. Noch dramatischer sind die Zahlen für invasive Pneumokokken-Erkrankungen, bei denen die Bakterien auch in die Blutbahn gelangen und schwere Komplikationen wie Sepsis (Blutvergiftung) oder Meningitis (Hirnhautentzündung) auslösen können. Hier steigt das Risiko für Raucher im Schnitt auf das Vierfache im Vergleich zur Kontrollgruppe an. Bei starken Rauchern ist es noch höher.

In Tabakerhitzern werden erheblich weniger krebserregende Stoffe als in herkömmlichen Zigaretten erzeugt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie unter Mitwirkung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR).
Wer Zigaretten raucht, setzt sich vielzähligen, gesundheitlichen Risiken aus. Mittlerweile sind alternative Erzeugnisse auf dem Markt, die einen weniger schädlichen Nikotinkonsum versprechen, etwa E-Zigaretten oder Tabakerhitzer. Wie sind deren gesundheitlichen Risiken einzuschätzen?

Wer regelmäßig Marihuana raucht, ist meist auch den Zigaretten zugetan. Es lässt sich deshalb nur schwer sagen, welche Konsequenzen das Kiffen für die Lungengesundheit tatsächlich hat. Hysterie scheint aber fehl am Platze zu sein.

Die Verwendung von E-Zigaretten, die Nikotin enthalten, hat laut einer neuen Studie signifikanten Einfluss auf die Gefäßfunktionen.

Die in “Vascular Medicine” veröffentlichte Studie hat neue Forschungsergebnisse zu den signifikanten Gesundheitsrisiken von E-Zigaretten mit Nikotin aufgezeigt. Die Studie ergab, dass Raucher Nikotin-haltiger E-Zigaretten nach dem Rauchen ebenfalls Erhöhungen des peripheren und zentralen Blutdrucks sowie der Pulswellengeschwindigkeit zeigen.