Rauchen - Dampfen - E-Zigaretten

Auch junge Blutgefäßsysteme sind durch Tabakrauch gefährdet: Aktives Rauchen im Jugendalter führt zu einer Beeinträchtigung der Gefäßfunktion. Und Tabakkonsum ist der wichtigste Risikofaktor für einen frühen Herzinfarkt vor dem 55. Lebensjahr. Das zeigen zwei Studien, die kürzlich auf dem Europäischen Kardiologiekongress (ESC) in Barcelona vorgestellt wurden.

Der wichtigste Grund, mit dem Rauchen aufzuhören, ist für die meisten die Gesundheit. Tatsächlich sinkt mit dem Verzicht auf den Glimmstängel das Risiko für viele schwere Erkrankungen – und das schneller als man denkt.Für die Motivation der frischgebackenen Nichtraucher sind aber vor allem die kurzfristigen positiven Effekte wichtig – und davon gibt es einige. Die sollte man sich immer wieder vor Augen führen.

Zellen des Lungengewebes reagieren auf eine längerfristige, aber nicht toxische Exposition gegenüber Tabakrauch mit einer Funktionssteigerung. Dieser initial positive Adaptionsmechanismus kann in der Folge aber zu einer erhöhten Anfälligkeit der Zellen führen und so zu Lungenerkrankungen wie COPD beitragen.

Haben Sie auch gute Vorsätze fürs neue Jahr – wie zum Beispiel endlich mit dem Rauchen aufzuhören? Entzugsversuche ohne professionelle Unterstützung scheitern allerdings oft. Die Lungenärzte-im-Netz geben Tipps, die Sie bei der Raucherentwöhnung unterstützen.

Der Prozentsatz der Menschen in Deutschland, die E-Zigaretten ausprobieren, ist von sechs Prozent im Jahr 2012 auf heuer neunzehn Prozent gestiegen. Dennoch raucht offenbar kaum jemand E-Zigaretten regelmäßig. Das geht aus einer aktuellen GfK-Umfrage im Auftrag des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) hervor.

Die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung COPD dürfte nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bis zum Jahr 2020 die dritthäufigste Todesursache darstellen. Dennoch wird sie nach wie vor unterdiagnostiziert und oft erst erkannt, wenn betroffene Patienten wegen einer akuten, lebensbedrohlichen Verschlechterung (sog. Exazerbation) im Krankenhaus behandelt werden müssen. Die Lungenärzte vom BdP wollen deshalb einen regelmäßigen COPD-Test für Raucher und andere Risikogruppen anbieten, der – ähnlich wie Blutdruckmessen - Standard werden soll.

Wer mit einem Raucher zusammen im Büro sitzt, kann auch bei E-Zigaretten auf Dauer Probleme mit den Atemwegen oder mit der Haut bekommen. Darauf weisen Experten der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) hin.