Rauchen - Dampfen - E-Zigaretten

Viele Menschen haben eine COPD, wissen aber nicht, was das ist. Deshalb hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ein Faktenblatt mit wissenswerten Informationen entwickelt: „COPD und Rauchen: die wichtigsten Fakten“.

„Das bisschen Husten ist doch ganz normal“: So denken viele Raucher. Doch aus dem, was gemeinhin als Raucherhusten bezeichnet wird, kann sich eine gefährliche Krankheit entwickeln. Regelmäßige Kontrollen beim Arzt sind deshalb unerlässlich. Die Müllabfuhr streikt - so könnte man erklären, warum viele Raucher permanent husten. Denn normalerweise transportieren Flimmerhärchen in den Atemwegen alles, was nicht in die Lunge soll, gleich wieder heraus. Doch nach nur einer Zigarette stellen die Härchen sieben Stunden lang ihren Dienst ein, erklärt Michael Barczok, Lungenarzt und Pressesprecher des Bundesverbandes der Pneumologen (BdP)

Wer das Rauchen aufgibt, erhöht seine Lebenserwartung – auch im höheren Alter noch. Zu diesem Ergebnis kommt eine große US-amerikanische Studie mit über 160.000 Teilnehmern im Alter über 70 Jahren. Das könnte den Rauchern Mut machen, die es über viele Jahre bislang nicht geschafft hatten, aufzuhören. Die Daten sind im Fachmagazin ‚American Journal of Preventive Medicine ‘ veröffentlicht.

Obwohl die Zahl der Raucher hierzulande langsam abnimmt, wird die Anzahl COPD-Fälle, die im Krankenhaus behandelt werden müssen, in den nächsten zwanzig Jahren um mehr als 150% ansteigen. Darauf machen die Lungenärzte der DGP aufmerksam.

Eine Studie im Fachjournal ‚Science‘ hat in bisher nicht gekanntem Ausmaß Mutationen im Erbgut von Rauchern und Nichtrauchern verglichen. Die Autoren untersuchten 17 verschiedene Tumorarten, die mit Tabakrauch in Zusammenhang stehen. Dabei kamen sie unter anderem zu dem Schluss, dass der Konsum von einer Schachtel Zigaretten täglich jeder Lungenzelle pro Jahr circa 150 Mutationen zufügt.In Deutschland erkranken jährlich rund 50.000 Menschen an Krebs der Lunge und der Bronchien, kurz: an Lungenkrebs, fachsprachlich auch Lungenkarzinom oder Bronchialkarzinom genannt. Der häufigste Grund für eine Lungenkrebserkrankung ist der Zigarettenkonsum, der mit 17 verschiedenen Krebsarten in Verbindung gebracht wird.

An den Folgen der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung COPD sind im Jahr 2014 in Deutschland 27.008 Menschen gestorben – das sind täglich 74 Frauen und Männer, die häufig eine lange Leidensgeschichte hinter sich haben. COPD ist die fünfthäufigste Todesursache in Deutschland. Dennoch ist die Abkürzung COPD vielen Menschen noch unbekannt.

Zigarettenrauch schadet nicht nur unmittelbar der Lungenfunktion, sondern kann auch die Gene verändern. Bisher konzentrierten sich Forscher vor allem auf die Abfolge der genetischen Bausteine, etwa das Auftreten von Mutationen. Eine groß angelegte internationale Studie zeigt nun aber, dass sich auch „auf“ den Gene einiges verändert. Diese Muster sind teilweise noch 30 Jahre später nachzuweisen.