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Eine chronisch obstruktive Lungenkrankheit (COPD) ist mehr als nur eine Erkrankung der Atemwege: Häufig ist auch das Herz betroffen. Zudem gilt es, Auswirkungen der COPD-Medikamente im Auge zu behalten.

Zum ersten Mal erscheint auf dem Symposium Lunge 2011 am 7.5.2011 in Hattingen auch eine Kongresszeitschrift, der sowohl der Veranstaltungsablauf des Symposiums als auch die Zusammenfassungen der Vorträge von 11 Experten zu entnehmen sein werden. Diese stellt damit ein hilfreiches Nachschlagewerk für Patienten mit COPD dar, das sie auch nach dem Symposium immer wieder zur Hand nehmen können, um sich fachgerecht zu informieren.

Bei starken aktiven und ehemaligen Rauchern kann eine Untersuchung im Niedrigdosis-Computertomografen (CT) zur Früherkennung von Lungenkrebs das Risiko, an Lungenkrebs zu sterben, um 20 Prozent verringern. Patienten, die eine solche Untersuchung wünschen, wird allerdings ein ausführliches Aufklärungsgespräch empfohlen, in dem auch mögliche Nachteile der Methode erläutert werden sollten. Dazu raten Experten der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) und der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG), wie Dr. med. David Felix Heigener vom Zentrum für Pneumologie und Thoraxchirurgie am Krankenhaus Großhansdorf auf einer Pressekonferenz der DGP mitteilte, die im Rahmen des Jahreskongresses der DGP vom 7.-10.4. in Dresden stattfand

Telemedizinische Betreuung könnte dazu beitragen, bei Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenkrankheit Klinikeinweisungen aufgrund akuter Exazerbationen zu verhindern. Erste Projekte hierzu sind bereits am Start.

Aufgrund der Altersstruktur der Bevölkerung in Deutschland wird die Anzahl der Patienten, die beatmet werden müssen, weiter ansteigen. Viele von diesen benötigen dann auch wieder eine spezielle, oft schwierige Entwöhnung vom Beatmungsgerät (sog. prolongiertes Weaning) , für die es spezialisierte, pneumologische Weaning-Zentren gibt. Um die medizinischen Behandlungsabläufe zu verbessern, haben die Beatmungsspezialisten unter der Schirmherrschaft der DGP mit dem so genannten „WeanNet“ ein Kompetenznetzwerk pneumologischer Weaningzentren als bundesweit arbeitendes Netzwerk gegründet. Über dessen Zuwachs berichtete Prof. Bernd Schönhofer, Sprecher von WeanNet, auf einer Pressekonferenz am 7.4. im Rahmen des Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in Dresden.

Eine neue Broschüre „COPD und Ernährung“ steht für Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD bzw. chronische Raucherbronchitis) zur Verfügung. Sie wird erstmals auf dem Symposium Lunge 2011 am 7.5.2011 in Hattingen ausliegen und ist im Anschluss daran bei den Herausgebern COPD – Deutschland e.V. und SHG Lungenemphysem-COPD Deutschland erhältlich.

Um die onkologische Versorgung von Patienten mit Lungenkrebs zu verbessern wurde ein Zertifizierungssystem für Kliniken eingerichtet, die sich als hochqualifizierte Lungenkrebszentren etablieren wollen. Ziel dieser Zentren ist es, den Patienten in jeder Phase und für jeden Bereich ihrer Erkrankung eine an hohen Qualitätsmaßstäben orientierte Behandlung zu ermöglichen. Mittlerweile gibt es in Deutschland 21 solcher zertifzierten Lungenkrebszentren. Das berichtete Prof. Michael Pfeifer, Geschäftsführer der DGP, in Vertretung von Prof. Ukena auf einer Pressekonferenz im Rahmen des Jahreskongresses der DGP, die vom 7.-10.4. in Dresden stattfand...