Aktuelles

Nach einer Transplantation sollten Patienten genau das Präparat gegen Organabstoßung erhalten, das ihnen vom Arzt verordnet wurde. Deshalb kann die Umstellung auf ein Generikum im Rahmen eines Rabattvertrags problematisch sein. In Einzelfällen kann der Apotheker deshalb pharmazeutische Bedenken anmelden und sich über bestehende Rabattverträge hinweg setzen. Auch der Arzt kann durch das Ankreuzen des aut-idem-Feldes einen Austausch verhindern.

«Sonne meiden!» heißt die Devise für Patienten nach einer Organtransplantation. Denn die Medikamente, die jeder nach dieser OP dauerhaft benötigt, erhöhen das allgemeine Risiko für Krebserkrankungen, darunter auch für Hautkrebs.

Betablocker belasten COPD-Patienten mit Herzinsuffizienz nicht. In einer Studie in Hausarztpraxen waren bei Therapie mit Betablockern vielmehr Sterberate und Rate von Exazerbationen verringert.

Schutz vor Passivrauchen und ein umfassendes Verbot von Tabakwerbung und Tabaksponsoring fordern die WHO und eine ganze Reihe von deutschen Fachgesellschaften anlässlich des diesjährigen Weltnichtrauchertags am 31.5.11.

Beim Vergleich des Erbguts von Rauchern und Nichtrauchern entdeckten Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum einen bedeutsamen Unterschied: Das Gen F2RL3, das unter anderem bei der Blutgerinnung eine Rolle spielt, ist bei Rauchern deutlich seltener durch chemische Markierungen stillgelegt. Diese schwächere Markierung des Gens könnte einen ersten Schritt bei der Entstehung von tabakbedingten Herz-Kreislauf-Krankheiten darstellen.

Nach einer Herz- oder Lungentransplantation nimmt über ein Drittel der Patienten den Tabakkonsum wieder auf. "Dieses Verhalten erhöht die Morbidität und die Mortalität der Patienten", sagte Dr. Martina Pötschke-Langer vom DKFZ zur "Ärzte Zeitung".

Sind feste Regeln für die Hygiene eine Selbstverständlichkeit in Klinik und Praxis? Die Antwort von Experten bei einer Tagung der KV Nordrhein lautete: Nein. Unterdessen halten Kassen wenig von einem präventiven, umfassenden MRSA-Screening.