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Atemwegserkrankungen - Abkürzungen und Definitionen von A-Z

...so lautet der Titel eines neuen Patientenratgebers, in dem der „COPD - Deutschland e.V.“ die häufigsten Kürzel und Begriffe in der Pneumologie verständlich machen will.

Immer wieder begegnen sie uns - medizinische Fachbegriffe und Abkürzungen - zum Beispiel beim Lesen ärztlicher Befunde, in Internet-Foren, in Fachzeitschriften etc. In einem kleinen Wörterbuch mit dem Titel „Atemwegserkrankungen - Abkürzungen und Definitionen von A-Z“ will COPD – Deutschland e.V. die häufigsten Kürzel und Begriffe in der Pneumologie verständlich machen.

Grundsätzlich sollten Sie sich Ihre Befunde und Therapiepläne schon in der Arztpraxis oder im Krankenhaus erklären lassen. Und wenn Sie etwas nicht verstehen – bitte nachfragen! Denn es ist Ihr gutes Recht genau Bescheid zu wissen über Ihre Erkrankung und alles, was damit zusammenhängt, zu verstehen.

Weitere zahlreiche Patientenratgeber zum Thema COPD, Lungenemphysem u.a. können Sie kostenlos online lesen oder als Printmedium bestellen:
https://www.copd-deutschland.de/patientenratgeber-online-lesen
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Quelle: COPD – Deutschland e.V.

Zum Thema Impfen zum Schutz von COPD-Patienten hat der COPD – Deutschland e.V. den kostenlosen Patientenratgeber „Impfprophylaxe bei COPD“ überarbeitet und aktualisiert.

Neben der grundsätzlichen Vorbeugung weiterer Erkrankungen, gilt es bei COPD-Patienten vor allem bestimmte Infektionserkrankungen möglichst zu verhindern, da diese akute Krankheitsschübe (Exazerbationen) auslösen können. Das Ziel von Schutzimpfungen ist die gezielte Aktivierung des körpereigenen Abwehrsystems gegen bestimmte Erreger.

Doch was ist bei Impfungen zu beachten? Welche Impfungen können bei COPD neben der Influenza-, Pneumokokken- und Corona-Impfung eine weitere Rolle spielen? Welche Risiken und Nebenwirkungen können mit einer Impfung einhergehen und wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Impfung? Wann sollten Auffrischungsimpfungen stattfinden und wie nutze ich den Impfkalender der Ständigen Impfkommission?

Eine aktuelle, prospektive Studie mit älteren Erwachsenen in Kanada hat ergeben, dass Asthmapatienten in dieser Altersgruppe während der COVID-19-Pandemie einem hohen Depressionsrisiko ausgesetzt waren.

Bei älteren Erwachsenen mit Asthma, die bereits in der Vergangenheit an Depressionen gelitten hatten, waren die Zahlen laut den Studienautoren äußerst besorgniserregend: Etwa die Hälfte der Betroffenen erlebte bis Herbst 2020 ein Rezidiv ihrer Depression. Die Rückfallrate war damit deutlich höher bei Gleichaltrigen, die nicht an Asthma erkrankt waren. Personen, die sich selbst als einsam bezeichneten, besaßen eine deutlich erhöhte Depressionsrate.

Saarbrücker Forschende nutzen bakterielle Kommunikation als Angriffspunkt für neue Wirkstoffe gegen Pseudomonas aeruginosa.

Der Erreger gilt als Verursacher einer Vielzahl schwerer Infektionen und belastet damit besonders Personen mit eingeschränktem Immunsystem. Die zunehmende Verbreitung von Antibiotikaresistenzen erschwert die Bekämpfung des gefürchteten Krankenhauskeims. Ein Forschungsteam um Dr. Martin Empting vom Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) hat nun eine neue Wirkstoffklasse entwickelt, welche die chemischen Kommunikationswege des Bakteriums stört. Dies verringert nicht nur die krankmachenden Eigenschaften des Erregers, sondern verstärkt gleichzeitig auch die Wirksamkeit von Antibiotika. Ihre Ergebnisse haben die Forschenden in der Fachzeitschrift Advanced Science veröffentlicht.

Eine Vorhersage der kardiorespiratorischen Fitness – also der Leistungsfähigkeit von Herz und Lunge - wird durch die Bestimmung des Immunalters genauer als anhand des chronologischen Alters.

Bei der Gesundheit und Arbeitsfähigkeit eines Menschen spielen sowohl die Funktionalität des Immunsystems als auch die sogenannte kardiorespiratorische Fitness (kurz: CRF) eine wichtige Rolle. Forschende am Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) haben den Einfluss des Immunalters auf die kardiorespiratorische Fitness genauer untersucht. Dem Team der Immunologie ist es dabei gelungen, ein vereinfachtes Verfahren zur Feststellung des Immunalters zu entwickeln und damit die Vorhersage der CRF zu verbessern

Eine Rehabilitationsmaßnahme sollte für jeden einzelnen COPD-Patienten maßgeschneidert werden. Dies erfordert, die behandelbaren Merkmale zu identifizieren und in den Fokus zu nehmen.

Das Konzept, die Behandlung chronisch-obstruktiver Atemwegserkrankungen anhand behandelbarer Merkmale (treatable traits) zu individualisieren, wurde vor einigen Jahren von einer Arbeitsgruppe um Prof. Dr. ­Alvar Agusti an der Universität Barcelona, entwickelt. Es soll der Heterogenität von Asthma und COPD besser gerecht werden als der zuvor gebräuchliche „Ansatz Gießkanne“.

Damit die Atmung funktioniert, wird in der Lunge ein Schutzfilm für die Lungenbläschen (Surfactant) gebildet und von Fresszellen abgebaut. Dabei spielt ein Transkriptionsfaktor eine zentrale Rolle.

Damit der Gasaustausch zwischen Atemluft und Blut über die Lungenbläschen (Alveolen) reibungslos funktioniert, produzieren die Epithelzellen der Lungenbläschen einen Schutzfilm (Surfactant). Die Substanz, die sich wie ein Film über die Alveolen legt, besteht überwiegend aus Phospholipiden und Proteinen und setzt zum einen die Oberflächenspannung der Lungenbläschen herab. Gleichzeitig fängt sie wie ein Filter zuverlässig Bakterien und Viren ab, die mit der Atemluft an die Lunge gelangen. Das Sekret muss ständig nachproduziert werden.

Die Fresszellen in der Lunge (Alveolarmakrophagen) bauen derweil das verbrauchte Surfactant ab. So wird die Homöostase aufrechterhalten. „Funktioniert das nicht, reichert sich immer mehr Sekret in der Lunge an, was die Atmung beeinträchtigt und das Risiko für Lungeninfektionen erhöht“, erklärt Prof. Alexander Mildner, bislang Heisenberg-Stipendiat am Max Delbrück Center und nun Arbeitsgruppenleiter an der Universität Turku (Finnland). Mildner erforscht bereits seit 20 Jahren Makrophagen und hat mit seinen Kollegen vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in der Helmholtz-Gemeinschaft untersucht, was diese lungenspezifischen Fresszellen an der Arbeit hindert