Aktuelles

Der COPD – Deutschland e.V. wird im Jahr 2023 sämtliche bisher erschienenen Patientenratgeber aktualisieren, überarbeiten und Neuauflagen drucken lassen.

Vier Patientenratgeber aus der 24 Bände umfassenden Reihe: „Informationen für Betroffene und Interessierte“ wurden nun komplett überarbeitet.

Die vier folgenden Ratgeber wurden im Monat März fertiggestellt:

„Lungenemphysem COPD - Leben mit der Krankheit“
„COPD: Auswirkungen auf Psyche und Lebensqualität“
"Sauerstoff - Der Stoff, der Leben möglich macht"
"Compliance Wichtig bei COPD und Lungenemphysem"

Jeder, der seit längerem an einer COPD mit oder ohne Lungenemphysem erkrankt ist, weiß bereits, welche Einschränkungen und Probleme dieses für die gesamte weitere Lebensführung mit sich bringt. Doch was ist mit den Menschen, die vom Lungenfacharzt die Erstdiagnose COPD mit oder ohne Lungenemphysem erhalten haben? Nicht selten kann das zu Unsicherheiten, Zukunftsängsten, Panikattacken und depressiven Stimmungen führen.

Mit unseren Patientenratgebern möchten wir viel Wissenswertes rund um die Thematik anbieten und Wege aufzeigen, - MIT - der Erkrankung leben zulernen.

Im Zusammenhang mit der COPD gibt es viele Fragen, auf die es sehr viele interessante Antworten gibt. Es ist gut, dass die medizinischen Möglichkeiten in der heutigen Zeit soweit fortgeschritten sind, dass man als Atemwegserkrankter ein Leben mit einer hohen Lebensqualität führen kann.

Sämtliche kostenlos bereitgestellten Patientenratgeber können Sie auf der Homepage des COPD - Deutschland e.V. online lesen: www.copd-deutschland.de/patientenratgeber-online-lesen

In gedruckter Form können Sie die kostenlosen Ratgeber beim COPD – Deutschland e.V. bestellen:
https://www.copd-deutschland.de/patientenratgeber-online-lesen/versandbedingungen

Jens Lingemann
COPD - Deutschland e.V.

Einmalig und nur für kurze Dauer eingesetzt kann Cortison – wie eine aktuelle Studie belegt - das Risiko, invasiv beatmet werden zu müssen und im Krankheitsverlauf zu sterben, effektiv senken und hat dabei im Vergleich zu anderen Substanzen ähnlich starker Wirkung sogar eine niedrigere Nebenwirkungsrate. Darauf weisen die Lungenärzte des Verbands Pneumologischer Kliniken (VPK) hin.

Pneumonien bei nichtbeatmeten Krankenhauspatienten sind häufig und eine belastende Komplikation. In einem Studienprojekt ist es am Universitätsspital Zürich (USZ; Schweiz) gelungen, die Fälle mit gezielten Maßnahmen um 31 Prozent zu senken.

Lungenentzündungen bei Krankenhauspatienten, die nicht beatmet werden, gehören zu den häufigsten im Krankenhaus erworbenen Infektionen und können schwerwiegende Komplikationen verursachen: Rund die Hälfte der Patienten, die eine solche Pneumonie erleiden, benötigt intensivmedizinische Versorgung. Der schwerere Krankheitsverlauf ist somit eine große Belastung für die Betroffenen, die Komplikation führt aber auch zu längeren Krankenhausaufenthalten und hohen Kosten. Umso erstaunlicher ist es laut dem USZ, dass zu den als nvHAP (Non-ventilator-associated hospital-acquired pneumonia) bezeichneten Infektionen bisher kaum Forschung betrieben wurde und nur wenige Studien dazu vorliegen.

Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass Infektionen der unteren Atemwege in früher Kindheit mit einem erhöhten Risiko dafür verbunden sind, als Erwachsener an einer Atemwegserkrankung zu versterben.

In einer Studie, die von Forschern des Imperial College London (Großbritannien) geleitet und in „The Lancet“ veröffentlicht wurde, haben die Autoren herausgefunden, dass Personen, die im Alter von zwei Jahren an einer Infektion der unteren Atemwege (LRTI) wie Bronchitis oder Pneumonie gelitten hatten, später im Erwachsenenalter fast doppelt so häufig vorzeitig an einer Atemwegserkrankung verstarben. Die Untersuchungsergebnisse belegen, dass die Rate für frühzeitigen Tod durch Atemwegserkrankungen bei denjenigen, die in früher Kindheit an einer LRTI gelitten hatten, bei etwa zwei Prozent lag – verglichen mit nur etwa einem Prozent bei Personen ohne LRTI in der Kindheit. Die Ergebnisse blieben nach Anpassung um sozioökonomische Faktoren und den Raucherstatus bestehen.

Bestimmte Entzündungszellen im Blut (sog. Eosinophile) können ein guter Marker dafür sein, welche Therapie für einen Patienten mit COPD oder Asthma am besten geeignet ist. Patienten, die viele Eosinophile im Blut aufweisen, erleiden häufig akute Verschlechterungen (Exazerbationen), die aber mit inhalativen Steroiden gut in den Griff zu bekommen sind. Darauf machen die Lungenärzte des Verbands Pneumologischer Kliniken (VPK) aufmerksam.

Patienten mit der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) sind gefährdet, akute Verschlechterungen (sog. Exazerbationen) zu erleiden, die mit einer Verschlimmerung der Symptome (Husten, Auswurf und vor allem Atemnot), einhergehen und auch aufgrund von Begleiterkrankungen zu einem lebensbedrohlichen Gesundheitszustand führen, der oft im Krankenhaus behandelt werden muss.

Gesunde Ernährung – gerade für Patient:innen mit COPD ein wichtiges Thema. Denn eine chronische Erkrankung kostet Kraft. Daher ist es für die Betroffenen besonders wichtig, sich mit ausreichend Energie und Nährstoffen zu versorgen. Doch wie sieht die „optimale“ Ernährung bei COPD aus?

Schon für gesunde Menschen ohne chronische Erkrankungen kann die richtige Ernährung ein Buch mit sieben Siegeln sein. Denn zahlreiche Ernährungstrends und -mythen kursieren in den Medien – richtige und falsche Informationen voneinander zu trennen, erscheint dabei nahezu unmöglich. Die „optimale Ernährung“ ist zudem stark individuell: Arbeitet man körperlich schwer? Dann geht einem mit einer kalorienarmen Ernährung bald die Kraft aus. Ist man vor allem Schreibtisch-„Täter:in“? Dann braucht man eine deutlich niedrigere Energiezufuhr und sollte eher auf ausreichend Bewegung achten.

Die Grippesaison in Deutschland beginnt untypisch und geht auch so weiter: Nach einer ungewöhnlich frühen Welle vor dem Jahreswechsel sorgen nun Viren des Subtyps Influenza-B nach einer Unterbrechung zum Jahreswechsel für neue Infektionsdynamiken.

In Deutschland hat eine zweite Grippewelle in dieser Saison begonnen. Nach der Definition des Robert Koch-Instituts (RKI) wird der Beginn rückblickend auf die Woche bis 5. März datiert, wie aus dem wöchentlichen Bericht zu akuten Atemwegserkrankungen vom Abend hervorgeht. Die zweite Grippewelle sei durch die Zirkulation von Influenza-B-Viren ausgelöst worden. Damit geht die Grippesaison in Deutschland ungewöhnlich weiter.