Aktuelles

Wissenschaftler der Universität des Saarlandes und des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) haben die physikalischen Eigenschaften des Lungenschleims enträtselt: Sie fanden heraus, dass im Lungenschleim ein steifes Gelgerüst große, mit Flüssigkeit gefüllte Poren voneinander trennt und die Bewegung von Nanopartikeln über Porengrenzen hinweg verhindert. Die Ergebnisse vertiefen das Verständnis von Erkrankungen der Atmungsorgane, insbesondere von Infektionen, und unterstützen die Entwicklung neuer Medikamente zur Inhalation.

Angeborene Immunabwehr gegenüber bakterieller Lungenentzündung aufgedeckt / Veröffentlichung im Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) haben einen Mechanismus entdeckt, mit dem sich der Körper gegen bakterielle Lungenentzündungen wehrt. Die Wissenschaftler der Abteilung für Experimentelle Pneumologie unter der Leitung von Professor Dr. Ulrich A. Maus veröffentlichten ihre Erkenntnisse über diesen Mechanismus der angeborenen Immunabwehr in der aktuellen Ausgabe des renommierten Journal of Experimental Medicine.

Senioren haben ein erhöhtes Risiko, an einer invasiven Pneumokokken-Infektion zu erkranken, die tödlich verlaufen kann. Daher wird ihnen eine Impfung gegen Pneumokokken empfohlen, was allerdings die wenigsten zu wissen scheinen. Darauf machen die Lungenärzte des Bundesverbands der Pneumologen (BdP) aufmerksam.

Die Chiesi Group kündigt an, die Phase-I-Studie zu ihrem inhalierbaren PDE4-Hemmstoff (Phosphordiesterase 4) mit der Bezeichnung CHF 6001 erfolgreich abgeschlossen zu haben. Bei diesem Hemmstoff handelt es sich um eine chemische Substanz, die für die Behandlung von entzündlichen Atemstörungen wie der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) oder Asthma entwickelt wurde.

Multiresistente Bakterien breiten weltweit und auch in Deutschland immer weiter aus. Ursache ist der oft fahrlässige Umgang mit Antibiotika, der dazu führt, dass sich eine Vielzahl bakterielle Erreger auf die Arzneimittel eingestellt haben. Die Keime werden multiresistent gegen die Antibiotika.

Lungenhochdruck (pulmonale arterielle Hypertonie) bleibt ohne gezieltes Screening oft lange unerkannt, weil die Symptome dieser fortschreitenden Erkrankung auch bei vielen anderen Krankheiten auftreten können - also recht unspezifisch sind. Dadurch verschlechtern sich die Überlebensaussichten der Patienten allerdings drastisch. Vor allem Risikopatienten sollten sich daher regelmäßig untersuchen lassen. Darauf weisen die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) hin.

Bei der bronchoskopischen Lungenvolumenreduktion handelt es sich um ein neues, minimal-invasives Verfahren, das bei bestimmten Patienten mit schwerer COPD durchgeführt werden kann. Allerdings wird dies erst seit etwa drei bis vier Jahren praktiziert, so dass Langzeitstudien noch fehlen. Da Patienten bezüglich dieses neuen Verfahrens zunehmend Fragen stellen, haben die Selbsthilfeorganisationen ‚COPD – Deutschland e.V.‘ und ‚Lungenemphysem-COPD Deutschland‘ einen Patientenratgeber zum Thema herausgegeben – übrigens bereits den zwölften aus der Reihe „Patienten schreiben für Patienten".