Aktuelles

Die Wirkstoffgruppe der Anticholinergika führt über eine Entspannung der glatten Muskulatur zu einer Erweiterung der Bronchien. Eine aktuelle Veröffentlichung über die molekularen Prozesse berichtet nun über zusätzliche Effekte der Substanzen: Sie wirken antientzündlich und hemmen die schädlichen Umbauprozesse des Lungengewebes.

Wer das Rauchen einstellt, kann die durch Nikotin schädlich veränderten Stoffwechselprodukte deutlich reduzieren. Dadurch verringert sich auch das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen und andere gesundheitliche Auswirkungen. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München.

Die COPD geht oft mit Schlafstörungen einher, die das Krankheitsbild der obstruktiven Schlafapnoe zur Ursache haben können. Beide Krankheiten, die COPD und die Schlafapnoe, beeinflussen sich gegenseitig ungünstig. Sie sollten deshalb unbedingt gleichzeitig behandelt werden.

Die gestörte Clearance macht Bronchiektasen zu einem Herd von rezidivierenden Atemwegsinfektionen. Zwei randomisierte klinische Studien im US-ameri­kanischen Ärzteblatt JAMA zeigen, dass eine langfristige Therapie mit Makrolid-Antibiotika Exazerbationen verhindern kann, wenn auch zum Preis einer Resistenzentwicklung.

Wie sich die idiopathische pulmonale Fibrose (IPF) – eine Lungenfibrose unbekannter Ursache – erkennen und behandeln lässt, ist der neuen Leitlinie zu entnehmen, die kürzlich im Februar 2013 von der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) veröffentlicht wurde. Das berichtet Prof. Ulrich Costabel, Chefarzt der Abteilung Pneumologie/Allergologie an der Ruhrlandklinik Essen und diesjähriger Kongresspräsident des Jahreskongresses der DGP in Hannover.

Das Risiko für Folgeschädigungen aus einer Pleurapunktion lässt sich durch begleitenden Ultraschall deutlich senken. Dies zeigt eine große Studie, in der amerikanische Wissenschaftler Daten von rund 130.000 Patienten untersucht haben. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Chest veröffentlicht.

Spätestens jetzt haben Raucher kaum noch eine Ausrede, die ihre Entscheidung, das Laster nicht beenden zu wollen, rechtfertigen könnte. Denn zu klagen, sie würden dann über die Gebühr zunehmen und das sei ja auch für Herz und Kreislauf schädlich, trifft einer aktuellen Studie zufolge offenbar nicht ganz zu.