Forschung

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) stellt hinsichtlich Morbidität und Mortalität eines der bedeutendsten Krankheitsbilder der Gegenwart dar. Im Jahr 2010 war sie bereits die vierthäufigste Todesursache in Europa, Tendenz steigend. Dabei ist die Erkrankung mit Funktionsstörungen multipler Organe und Systeme assoziiert. Neben den krankheitstypischen pulmonalen Veränderungen wie Atemwegsobstruktion und Emphysembildung kommt es zu einer Reihe lokaler und systemischer Effekte wie Gewichtsverlust, Kachexie, Osteoporose, Muskelabbau, Herzversagen, Atherosklerose, Depression und Tumorleiden.

Schnellere Genesung nach Schlüsselloch-EingriffAls Alternative begann Ende der 1990er Jahre die Entwicklung minimalinvasiver Operationsverfahren am Brustkorb. Zunächst konnten nur kleine Manipulationen an der Lunge vorgenommen werden. Dank der Weiterentwicklung der Operationsinstrumente, der Modifikation der Operationsverfahren und der zunehmenden Operationserfahrung der Chirurgen ist es heute an weltweit einzelnen Lungen-Spezialkliniken möglich, auch große Lungenoperationen mit der Entfernung ganzer Lungenlappen per Schlüssellochtechnik durchzuführen

Rund vier Millionen 80-Jährige und Ältere lebten 2008 in Deutschland und die Zahl der Hochbetagten wird stetig steigen. Laut Vorhersagen des Statistischen Bundesamts wird im Jahr 2060 jeder siebte Bundesbürger 80 Jahre oder älter sein. In Anbetracht dieser demografischen Veränderungen wird eine weltweite Zunahme von Erkrankungen der Atemwege wie chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Lungenkrebs und Lungenentzündung (Pneumonie) erwartet.

Wie Ozon schwere Atemwegserkrankungen durch Angriff auf die Oberfläche unserer Lungen verursacht, haben Forscher von Birkbeck und den Royal Holloway Colleges an der Universität London sowie von der Universität Uppsala in Schweden untersucht. Sie beobachteten mithilfe von Neutronen am Institut Laue-Langevin in Grenoble und der britischen Neutronenquelle ISIS wie eine relativ geringe Dosis Ozon Lipidmoleküle angreift, die die Lungenoberfläche abdichten. Lipidmoleküle sind unabdingbar für den Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxid, da sie den Kollaps der feuchten Oberflächen der Lunge verhindern.

Die Sterblichkeit von Lungenkrebspatienten, deren Tumor sich operativ entfernen lässt, ist nach dem Eingriff halb so groß, wenn die OP in einem ausgewiesenen Zentrum durchgeführt wird, das mehr als 100 Patienten im Jahr operiert. Darauf weisen Experten der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) hin.

Wird beim Schnarchen an der Halsschlagader "gesägt"? Eine neue US-Studie offenbart: Schnarchen ist offenbar gesundheitsgefährdend - auch ohne Atemaussetzer.Dass bei häufigen Atemaussetzern im Schlaf die Gesundheit leidet, ist eine anerkannte Tatsache. Aber ist Schnarchen auch dann gefährlich, wenn man dabei gut Luft bekommt?

Neue Erkenntnisse von WissenschafterInnen der Max F. Perutz Laboratories (MFPL) der Universität Wien und der Medizinischen Universität Wien zeigen, wie sehr Bakterien die Lunge von Grippepatienten schädigen. Grippe und Bakterien, das ist ein Angriff auf unseren Körper, der auch tödlich sein kann. Die aktuellen Forschungen könnten einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung neuer Therapien zur Behandlung von grippebedingten bakteriellen Infektionen leisten. Ziel ist es, Patienten besser behandeln und vor einer permanenten Schädigung der Lunge schützen zu können. Aktuell erscheint dazu eine Studie im renommierten Fachjournal "Science".