Forschung

Auch unser eigener Körper produziert Substanzen, die antibiotisch wirken, um Bakterien, Pilze und Viren in Schach zu halten. Das aktive Dermcidin zum Beispiel ist ein Kanalprotein mit außergewöhnlich hoher Ionendurchlässigkeit und Anpassungsfähigkeit. Diese Eigenschaften machen es zu einem wirkungsvollen Breitbandantibiotikum.

Das Risiko für Folgeschädigungen aus einer Pleurapunktion lässt sich durch begleitenden Ultraschall deutlich senken. Dies zeigt eine große Studie, in der amerikanische Wissenschaftler Daten von rund 130.000 Patienten untersucht haben. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Chest veröffentlicht.

Der Wachstumsfaktor Flt3L gilt als einer der molekularen Hoffnungsträger in der Krebstherapie sowie zur Vorbeugung gegen bakterielle Infektionen, unter anderem in der Lunge. Eine neue Studie der Medizinischen Hochschule Hannover hat die Rolle von Flt3L nun genauer untersucht.

Medikamente gegen Viren zu entwickeln ist extrem schwierig – ständig verändern diese ihr Erbgut und passen sich neuen Umweltbedingungen an. Kaum wird ein Wirkstoff gegen ein Virus gefunden, ist er schon veraltet, weil die Viren resistent geworden sind. In dem EU-geförderten FP7-Projekt ANTIFLU, das vom Berliner Max-Planck Institut für Infektionsbiologie koordiniert wird und in dem das Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie (FMP) Partner ist, gehen die Forscher einen ganz neuen Weg: nicht mehr die Krankheitserreger selbst werden angegriffen, sondern körpereigene Proteine gezielt ausgeschaltet, ohne die sich die Viren nicht vermehren können.

Wissenschaftler der Medizinischen Hochschule Hannover haben vor kurzem einen molekularen Mechanismus im Entzündungsgeschehen von Lungenentzündungen aufgedeckt. Er könnte die Grundlage für eine neue Behandlungsform dieser oft folgenschweren Lungenerkrankung bilden.

Von rund 100 bekannten, sehr seltenen Lungenerkrankungen sind in Deutschland insgesamt mehrere hunderttausend Menschen betroffen. Diese standen auf einem interdisziplinären Symposium mit renommierten Experten am 16. Februar 2013 in der Thoraxklinik Heidelberg im Mittelpunkt.

Als Folge von Lungenentzündungen erleiden Patienten häufig akute Lungenschädigungen oder sogar ein akutes Lungenversagen. Trotz vielfacher Anstrengungen sind Lungenentzündungen weiter weltweit mit einer relativ hohen Sterblichkeit verbunden.