Aktuelles

Auf seiner dritten internationalen Pressekonferenz zu Forschung und Entwicklung (F&E) gewährte Boehringer Ingelheim einen Blick in seine F&E-Pipeline. Rund 200 Wissenschaftler erforschen am Biberacher Standort des Pharmakonzerns neue Behandlungsmöglichkeiten für Patienten mit COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung), Asthma, idiopathischer Lungenfibrose, Lungenkrebs und anderen Atemwegserkrankungen. Außerdem werden dort auch Substanzen zu kardiometabolischen und neurologischen Erkrankungen erforscht und entwickelt.

Weltweit sterben jedes Jahr rund zwei Millionen Menschen an Tuberkulose. Neue, wirksame Medikamente sind dringend nötig. Die Suche danach dürfte künftig möglicherweise einfacher werden – dank eines neuen statistischen Modells namens MycPermCheck, das an der Uni Würzburg entwickelt wurde.

Im Gesundheitssystem ist noch mehr Geld vorhanden als erwartet. Die Reserven von Krankenkassen und Gesundheitsfonds seien auf 30 Milliarden Euro gestiegen, berichtet das "Handelsblatt" - dank geringer Arbeitslosen-Quote, gestiegener Löhne und geringerer Ausgaben der Kassen.

Patienten mit schwerem Asthma haben im Vergleich zur Normalbevölkerung ein neunfach erhöhtes Risiko, eine Lungenembolie zu bekommen. Darauf weisen die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in Berlin hin unter Berufung auf eine aktuelle Studie aus der Niederlande.

Um die Schwere der COPD zu beurteilen, reichen die Lungenfunktionsparameter nicht. Auch Symptome und das Risiko für künftige Exazerbationen zählen.Mit einer fallenden FEV1 verschlechtern sich Luftnot, Gehstrecke, Lebensqualität und Exazerbationsrate. Dies hat die ECLIPSE1-Studie an 2164 Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung der Schweregrade II–IV bestätigt.

Mit dem Rauchverbot in öffentlichen Räumen sinkt nicht nur die Herzinfarktrate. Auch Kinderlungen profitieren: Seit Einführung des Gesetzes nimmt die Zahl der Asthmanotfälle drastisch ab, wie eine englische Studie eindrucksvoll belegt.

Der Verband der forschenden Arzneimittelhersteller (VFA) hat die Vorschläge der Akademie der Wissenschaften in Hamburg und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina zur Antibiotikaforschung begrüßt. „Die vorhandenen Präparate müssen mit noch mehr Bedacht eingesetzt und die Entwicklung neuartiger antibiotischer Wirkstoffe beizeiten organisiert werden“, sagte VFA-Hauptgeschäfts­führerin Birgit Fischer in Berlin.