Früherkennung

Über 4000 Menschen erkranken jährlich an Tuberkulose - die Dunkelziffer liegt wohl weit höher. Aber es gibt auch Überdiagnostik. Helfen soll das Fingerprinting. Tuberkulose zählt noch immer zu den schwierigen Infektionskrankheiten. Die Therapie ist langwierig, hochwirksame Impfungen gibt es nicht, Resistenzen werden zunehmend zum Problem. Eine gute Diagnostik und Surveillance sind deswegen das A und O, vor allem bei lokalen Ausbrüchen.

Wie sich die idiopathische pulmonale Fibrose (IPF) – eine Lungenfibrose unbekannter Ursache – erkennen und behandeln lässt, ist der neuen Leitlinie zu entnehmen, die kürzlich im Februar 2013 von der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) veröffentlicht wurde. Das berichtet Prof. Ulrich Costabel, Chefarzt der Abteilung Pneumologie/Allergologie an der Ruhrlandklinik Essen und diesjähriger Kongresspräsident des Jahreskongresses der DGP in Hannover.

Husten kann sehr verschiedene Ursachen haben. Doch in jedem Fall ist das Keuchen sehr unangenehm. Dauerst es llänger als acht Wochen an, sprechen Ärzte von chronischem Husten. Worauf man in jedem Fall achten sollte, weiß Professor Helmut Teschler vom Uniklinikum Essen.

Weltweit sterben jedes Jahr rund zwei Millionen Menschen an Tuberkulose. Neue, wirksame Medikamente sind dringend nötig. Die Suche danach dürfte künftig möglicherweise einfacher werden – dank eines neuen statistischen Modells namens MycPermCheck, das an der Uni Würzburg entwickelt wurde.

In der modernen Lungenkrebstherapie werden genetische Tests von Tumoren und molekulare Diagnoseverfahren immer wichtiger. Die neue Internetseite www.lungenkrebs-testen.de von Pfizer macht Patienten ab sofort darauf aufmerksam, wie diese Tests funktionieren und welchen therapeutischen Nutzen sie bieten können.

Nicht jeder hustende Hausarztpatient kann und muss zum Röntgen. Umso mehr muss eine Pneumonie auch anhand der Symptome erkannt werden können. Doch gerade damit tun sich Hausärzte offenbar schwer.

Lungenhochdruck (pulmonale arterielle Hypertonie) bleibt ohne gezieltes Screening oft lange unerkannt, weil die Symptome dieser fortschreitenden Erkrankung auch bei vielen anderen Krankheiten auftreten können - also recht unspezifisch sind. Dadurch verschlechtern sich die Überlebensaussichten der Patienten allerdings drastisch. Vor allem Risikopatienten sollten sich daher regelmäßig untersuchen lassen. Darauf weisen die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) hin.