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Welche Auswahlkriterien geeignete Transplantations-Kandidaten erfüllen sollten, nach welchem Punktesystem die Organzuteilung erfolgt, welche Medikamente zur Vermeidung von Komplikationen nach der Transplantation eingenommen werden müssen, und wie wichtig die Therapietreue und psychosoziale Unterstützung des Patienten ist – all dies wird Prof. Tobias Welte, Direktor der Klinik für Pneumologie an der Medizinischen Hochschule Hannover und Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP, den Besuchern des 5. Symposiums Lunge (am Samstag, den 09. Juni 2012 in Hattingen) in einem Vortrag schildern.

Die erste übergreifende große Studie COSYCONET in Deutschland soll bald starten.Gesucht werden Patienten ab 40 Jahre mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) oder Raucher mit Symptomen wie chronischem Husten, Auswurf und Atemnot. Deutschlandweit sollen bis 2013 3500 Patienten für die Beobachtungsstudie mit Verlaufskontrolle. gewonnen werden.

In Deutschland werden verschiedene stationäre und ambulante Rehabilitationsverfahren angeboten. Was diese im Einzelnen beinhalten können, für wen sie geeignet sind und wie man sie beantragen kann, wird Prof. Dr. Susanne Lang, Chefärztin am SRH Wald-Klinikum Gerain einem Vortrag auf dem 5. Symposium Lunge (am Samstag, den 09. Juni 2012 in Hattingen) erläutern.

Rauchen und verunreinigte Luft verursachen in Deutschland tausendfach die unheilbare Lungenkrankheit COPD. Betroffene leiden oft an Begleiterkrankungen, die ihre Lebenserwartung zusätzlich verkürzen können.Atemnot, morgendlicher Husten und zäher Auswurf sind die Symptome der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD). In den meisten Fällen sind Raucher betroffen, aber Passivraucher können ebenfalls erkranken. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) leiden weltweit zirka 600 Millionen Menschen an der Lungenkrankheit. In Deutschland sind etwa acht bis zwölf Prozent der Bevölkerung von COPD betroffen.

Eine aktuelle Studie aus Kanada liefert weitere Hinweise darauf, dass es einen Zusammenhang zwischen nützlichen Darmbakterien in der natürlichen Darmflora und dem Immunsystem gibt: Wenn die Darmflora durch Antibiotika verändert und durcheinander gebracht wird, scheint das die Funktionsweise des Abwehrsystems zu stören. Eien erhöhrte Empfindlichkeit für Immunkrankheiten wie Asthma können die Folge sein. Daher sollten diese Medikamente gerade Säuglingen, deren Immunsystem sich noch in der Entwicklung befindet, nur bei wirklich ernsthaften Krankheiten verschrieben werden, betonen die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP).

Lungen- bzw. Atemwegserkrankungen treten häufig gemeinsam mit Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems auf. Deshalb ist es wichtig, bei der Einnahme von Medikamenten gegen diese Erkrankungen mögliche, wechselseitige Nebenwirkungen auf Atemwege, Lunge, Herz und Blutgefäße zu beachten. Worin diese im Einzelnen bestehen können, wird Prof. Dr. Heinrich Worth, Chefarzt der Medizinischen Klinik I am Klinikum Fürth, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V., Vorsitzender der Deutschen Atemwegsliga e.V. und Vorsitzender der AG Lungensport in Deutschland e.V.,den Besuchern des 5. Symposiums Lunge (am Samstag, den 09. Juni 2012 in Hattingen) in einem Vortrag erläutern.

Nach wie vor stirbt jeder Zehnte, der in Deutschland wegen einer Lungenentzündung im Krankenhaus behandelt werden muss – und das trotz der Behandlung mit Antibiotika. Um neue Behandlungsansätze zu entwickeln, erforschen Lungenärzte an der Berliner Charité, wie Krankheitserreger die Lunge angreifen und wie das Organ diesen Attacken begegnet.