Rauchen - Dampfen - E-Zigaretten

Mit Empörung und Unverständnis haben die Deutsche Herzstiftung e.V. und die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK) die jüngsten Entscheidungen der Bundesregierung zum Rauchen zurKenntnis genommen. "Wie viele Menschen müssen sterben, bis die Bundesregierung es für notwendig hält, ein Gesetz zum Schutz der Nichtraucher zu erlassen?", fragen beide Organisationen. "Sind dreitausend Tote im Jahr durch Passivrauchen nicht genug?"

Patienten mit einer degenerativen Gelenkerkrankung riskieren einen schmerzvolleren und schneller fortschreitenden Krankheitsverlauf, wenn sie rauchen. Das haben US-Forscher aus Boston und San Francisco beobachtet.

Angesichts der aktuellen Diskussion um ein Rauchverbot in Deutschland, dürfte es interessieren, wie viele Raucher eigentlich betroffen wären, sollte sich ein Verbot tatsächlich durchsetzen.

Weniger Zigaretten zu rauchen, mag ein guter Vorsatz sein, hilft allerdings nicht, die gesundheitlichen Risiken des Rauchens deutlich zu verringern. Nur strikte Tabakabstinenz kann die Lebenserwartung erhöhen und das Erkrankungsrisiko langfristig senken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Langzeitstudie aus Norwegen.

Rauchen hat nicht nur die bekannten schädigenden Effekte auf Lunge, Herz und Gefäße, sondern beeinträchtigt offenbar auch die Leistung des Gehirns. Tierversuche hatten bereits im Vorfeld darauf hingewiesen, dass Nikotin eine unmittelbar schädigende Wirkung auf das Hirngewebe besitzt.