Diagnostik

Die Atemluftanalyse ist eines der innovativen Diagnostikverfahren, die auf dem Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin in Leipzig vorgestellt wurden.

Ein neuer Antibiotika-Test soll zeigen, ob es sich bei einer Erkrankung der Atemwege um eine virale oder eine bakterielle Infektion handelt.Ein neuer Bluttest ist in Entwicklung, der Ärzten bei der Entscheidung helfen könnte, ob es sich bei Patienten mit einer Erkrankung der Atemwege um eine virale oder eine bakterielle Infektion handelt oder ob es sich überhaupt um einen nicht-infektiösen Zustand mit ähnlichen Symptomen handelt. Der Antibiotika-Test könnte helfen, das ernste Problem der zu häufigen Anwendung von Antibiotika wieder zurückzuschrauben, sagen die an der Entwicklung beteiligten Wissenschaftler.

Eine neue Magnetresonanztomographie-Technik macht es möglich, die Ausbreitung der Atemluft in der Lunge sichtbar zu machen. In der Medizinischen Hochschule Hannover nutzt man dies im Rahmen von klinischen Studien für die COPD-Diagnostik, oder um die Verteilung inhalativer Medikamente zu verfolgen.

MHH-Forscher können mit Hilfe einer neuen Magnetresonanztomographie-Technik Luftzüge in der Lunge sichtbar machen / Neue Möglichkeiten für Therapiekontrolle und Diagnose. Magnetresonanztomographie (MRT) stellt mit Hilfe von Wasserstoffatomen wasserhaltige Gewebe wie Organe, Knorpel und Gehirn dar. In der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) können Forscher nun mittels MRT auch Luftströme in der Lunge sehen. Dafür setzen sie eine spezielle europaweit einmalige Spule ins MRT ein, mit der sie natürlich vorkommendes Fluor (19F) ausmachen können.

Ein beginnendes Lungenemphysem kann im Tierversuch durch Dunkelfeld-Bildgebung sicher diagnostiziert und in verschiedene Schweregrade eingeteilt werden. Eine frühzeitige Therapie könnte die Lebenserwartung von Betroffenen entscheidend verbessern.

Nur etwa die Hälfte aller Patienten mit chronischem Husten erhalten diese Diagnose auch bei ihrem Arzt. Zu diesem Ergebnis kommt eine europaweite Online-Befragung, die die Europäische Lungenstiftung im April dieses Jahres veröffentlicht hat.

Es gibt Patienten mit Asthma oder einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD), bei denen Schnupfenviren (Rhinoviren) nicht nur stärkere Erkältungsbeschwerden, sondern auch heftige Anfälle hervorrufen können. Mithilfe eines Bluttests lassen sich künftig diejenigen Patienten identifizieren, die besonders anfällig für Rhinoviren sind.