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Lungenhochdruck (Pulmonale Hypertonie, PH) braucht mehr Bewusstsein, denn die seltene Erkrankung bleibt häufig lange unerkannt oder wird mit anderen Krankheiten wie Asthma verwechselt.

Steroide stellen eine effektive Therapie bei schwerer COPD-Exazerbation dar. Aber wie lange muss man sie geben und bringen sie auch in der stabilen Erkrankungsphase Vorteile?Inhalierbare Steroide (ICS) sollten nur bei COPD-Patienten mit schwerer Erkrankung eingesetzt werden. Daran hält man sich in der Praxis aber nicht, obwohl der Benefit einer Therapie mit ICS bei leichter Erkrankung nicht recht erwiesen ist, erklärte Prof. Dr. Claus Vogelmeier von der Klinik für Innere Medizin mit Schwerpunkt Pneumologie der Universitätsklinik Marburg. Das bestätigt ein aktueller Review von Studien mit inhalierbaren Kortikosteroiden bei der Indikation COPD.

Den frühzeitigen Tod unter Umständen einzukalkulieren, wenn Symptome am Lebensende gelindert werden sollen, ist heute nicht mehr akzeptabel.

Für Patienten mit schwerer COPD und Emphysem ("pink puffer") kann die endoskopische Reduktion des Lungenvolumens eine Option sein. Die meisten Erfahrungen gibt es mit Ventilen, die zu Atelektasen, Schrumpfung des Lungengewebes und somit zu Besserung der Lungenfunktion führen, berichtete Professor Felix Herth von der Uni Heidelbergbeim Internistenkongress in Wiesbaden.

Sport bei Lungenerkrankungen – das klingt zunächst nach einem Widerspruch in sich. Aber das war einmal. Laut aktuell gültigen Leitlinien und wissenschaftlicher Datenlage bekommt körperliches Training bei Lungenerkrankungen einen immer größeren Stellenwert in der Behandlung und Krankheitsbewältigung sowie für eine dauerhafte Teilhabe am Alltag. Der Lungeninformationsdienst sprach mit Michaela Frisch über Sport als Therapie. Die Mitarbeiterin der Espan-Klinik für Atemwegserkrankungen in Bad Dürrheim gibt zudem Tipps für die Bewegung im Alltag.

Die Europäische Kommission hat jetzt (nach USA und Japan) ein neues Lungenhochdruckmittel namens Riociguat (Adempas) zugelassen zur Behandlung von zwei Formen des Lungenhochdrucks (Pulmonale Hypertonie = PH) - nämlich für chronisch-thromboembolische Pulmonale Hypertonie (CTEPH) und für pulmonal-arterielle Hypertonie (PAH).

Basisdaten von großen Studien zur chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) zeigen, dass immer noch bis zu 35 % der Patienten mit Theophyllin therapiert (1) werden, obwohl es in den aktuellen Leitlinien lediglich als Medikament der dritten Wahl bezeichnet wird. In den letzten Jahrzehnten hat sich der Stellenwert von Theophyllin für die Therapie des Asthma und der COPD grundlegend geändert. Das hängt in erster Linie damit zusammen, dass mit den lange wirkenden Bronchodilatatoren (β2-Sympathomimetika und Anticholinergika) und den inhalierbaren Steroiden neue Substanzklassen eingeführt wurden, die hohe Wirksamkeit bei günstigem Nebenwirkungsspektrum zeigen.