Langzeit-Sauerstofftherapie

12. Dez 2011 | 30 bis 55 Prozent der Patienten wenden die Sauerstofftherapie nicht in dem verordneten Umfang an. Das kann fatale Folgen haben.Die Langzeit-Sauerstofftherapie (LOT) kann das Leben von Patienten mit schweren Lungenerkrankungen verlängern und zu einer besseren Lebensqualität beitragen.

Die übliche mechanische Beatmung zur Überbrückung der Zeit, bis ein passendes Spenderorgan gefunden ist, ist bei manchen Patienten mit hohem Komplikationsrisiko keine Option. Die extracorporale Membranoxygenierung kann eine lebensrettende Alternative sein.

Ab Ende 2012 müssen alle in der Praxis vorgehaltenen medizinischen Gasflaschen mit einem Restdruckventil (RPV) ausgestattet sein.

Zum Thema „Palliativmedizin in der Pneumologie - Wo bleibt der Patient mit einer schweren chronischen Atemwegserkrankung und LOT/NIV?“ veranstaltet die Deutsche SauerstoffLiga LOT e.V. einen Workshop für Patienten und deren Angehörigen (am Samstag, den 18.6.2011 von 10.00 – 12.00 Uhr im Alten Königlichen Kurhaus).

Die Deutsche Selbsthilfegruppe für Sauerstoff-Langzeit-Therapie (LOT) e.V. hat eine Namensänderung beschlossen und nennt sich von nun ab Deutsche Sauerstoffliga LOT e.V. Außerdem wurde ihre Internetseite für qualitativ hochwertige Inhalte im medizinischen Bereich mit dem HON Code ausgezeichnet.

Aus welchen Gründen es für Patienten, die eine Sauerstofflangzeittherapie (LOT) benötigen, so wichtig ist, ihre Therapie genau nach Vorschrift durchzuführen, wird Prof. Dr. Susanne Lang vom SRH Wald-Klinikum Gera auf dem Symposium Lunge 2011 am 7.5.2011 in Hattingen näher erläutern.

COPD-Patienten erleiden auf Flugreisen sechs mal häufiger Atemnotanfälle als Gesunde. Das haben Norwegische Forscher festgestellt. Patienten mit chronischen Lungen- erkrankungen sollten daher vom Lungenarzt abklären lassen, ob sie im Flugzeug zusätzlichen Sauerstoff benötigen. Dazu raten die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP).