Behandlungsoptionen

Ein Teil der Patienten mit schwerem Emphysem kann von einer Lungenvolumenreduktion mithilfe von heißem Wasserdampf profitieren. Zu diesem Ergebnis kommt die multizentrische Studie STEP-UP unter Federführung der Thoraxklinik Heidelberg am Deutschen Zentrum für Lungenforschung nach sechsmonatiger Studiendauer.

Der Einsatz von Antibiotika könnte deutlich gesenkt werden, wenn Patienten die ärztliche Anweisung erhalten, diese Medikamente nur bei einer tatsächlichen Verschlechterung einzunehmen.Bei unkomplizierten oberen Atemwegsinfektionen ist der Einsatz von Antibiotika meist unnötig. Trotzdem werden diese Medikamente auch in solchen Fällen oft von Ärzten verschrieben und dann auch von den Patienten eingenommen.

Die seit einigen Jahren angewandte Methode der Implantation von Ventilen zur Lungenvolumenreduktion bei schwerem Lungenemphysem eignet sich nur für einen Teil der von einer Lungenüberblähung betroffenen Patienten. Eine entscheidende Voraussetzung ist, dass zwischen den Lungenlappen keine Verbindungen bestehen, über die Luft von einem in das andere Lungenareal gelangen kann. Eine im bekannten Fachmagazin ´New England Journal of Medicine` veröffentlichte Studie liefert dafür neue

Eine endoskopische Volumenreduktion durch die gezielte Implantation von Ventilen in den Bronchien hat in einer randomisierten Studie im New England Journal of Medicine (2015; 373: 2325-2335) Lungenfunktion und Lebensqualität von Patienten mit schwerem Emphysem gebessert. Grundlage für den Erfolg war der Ausschluss von Patienten mit interlobulärer Querventilation.

Von einem homogenen Emphysem spricht man, wenn die überblähten Bezirke der Lunge gleichmäßig auf Ober- und Unterlappen der Lunge verteilt sind. Für dieses schwere Krankheitsbild gibt es derzeit nur eingeschränkte Behandlungsmöglichkeiten. Holländische Wissenschaftler möchten dies mit LVR-Spiralen ändern. Erste Studiendaten dazu wurden nun veröffentlicht.

Bei jeder COPD-Exazerbation, die mit Bronchodilatatoren nicht ausreichend behandelt ist, sind systemische Kortikosteroide indiziert. Nach neueren Studiendaten reichen fünf Tage aus, sagt Professor Claus Vogelmeier vom Uniklinikum Gießen und Marburg

Pulmonx, ein führendes Unternehmen in interventioneller Pulmologie, hat heute bekannt gegeben, dass bisher 10.000 Patienten mit seinen Zephyr Endobronchialventilen (EBV) behandelt worden sind. Das Zephyr EBV ist ein Gerät zur minimal invasiven Behandlung schwerer Emphyseme, das sich während eines Jahrzehnts klinischer Erfahrung bei der signifikanten Verbesserung von Lungenfunktion, Anstrengungstoleranz und Lebensqualität der behandelten Patienten bewährt hat.