Nicht-invasive Beatmung

Was die körperliche Leistungsfähigkeit, Lebensqualität und Überlebenschancen von Patienten mit schwerer hyperkapnischer COPD erheblich verbessern kann, ist eine nicht-invasive Beatmung mit einer abnehmbaren Atemmaske. Darauf machen die Lungenärzte des Verbands Pneumologischer Klinken (VPK) aufmerksam.Patienten mit stark fortgeschrittener COPD (Schweregrad III) leiden nicht nur bei körperlicher Belastung, sondern auch schon im Ruhezustand unter Atemnot. Ihre Atemwege sind hochgradig chronisch verengt, der Gasaustausch in der Lunge ist gestört. In der Folge ist nicht nur das Einatmen von Sauerstoff, sondern auch das Ausatmen von Kohlendioxid erschwert.

Seltenere Atemwegsinfekte, mehr Lebensqualität und eine höhere Lebenserwartung sind die eindeutigen Vorteile der nicht-invasiven Beatmung über eine abnehmbare Mund-Nasen-Maske gegenüber der invasiven Beatmung über einen Luftröhrenschnitt. Deshalb plädieren die Lungenärzte dafür, Patienten wann immer möglich auf die nicht-invasive Beatmung umzustellen.

Die nichtinvasive außerklinische Beatmungstherapie kann die Prognose von schwer kranken COPD-Patienten verbessern - und ihnen gar das Leben retten. Doch das geht nur mit genügend Druck und genügend hoher Frequenz, wie auf dem Pneumologen-Kongress zu hören war.

Stabile COPD-Patienten mit Hyperkapnie, die effektiv nicht-invasiv beatmet werden, haben einen Überlebensvorteil. Dieser Nachweis gelang jetzt erstmals einer Studie.Eine Studie aus 36 deutschen und österreichischen Zentren untersuchte den Stellenwert der nicht-invasiven Beatmung (non-invasive ventilation, NIV) bei COPD-Patienten mit chronischer Hyperkapnie

Eine dauerhaft über mindestens sechs Stunden, idealerweise während des Nachtschlafs durchgeführte Maskenbeatmung, verringert das Sterberisiko von Patienten mit schwerer hyperkapnischer COPD um 76 Prozent und erhöht ihre Leistungsfähigkeit und Lebensqualität deutlich. Zu diesem Ergebnis kommt die bislang größte publizierte, klinische Studie namhafter, deutscher Pneumologen über die Effekte der nicht-invasiven Heimbeatmung....

Maßnahme soll zu höherer Lebensqualität, besserer Leistungsfähigkeit und geringerer Sterblichkeit führenEine Therapie mittels künstlicher Beatmung gegen die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) kann die schleichende Kohlendioxid-Vergiftung der Patienten eindämmen und somit deren Lebenserwartung erhöhen.

Langfristige, nicht-invasive Behandlung mit Überdruckbeatmung reduziert das Sterblichkeitsrisiko nach einem Jahr bei stabilen COPD-Patienten um 76 Prozent Neue, in The Lancet Respiratory Medicine veröffentlichte Studie bietet zum ersten Mal aussagekräftige Beweise, die langfristige NPPV bei der Behandlung von COPD unterstützenLangfristige, nicht-invasive Behandlung mit Überdruckbeatmung (NPPV) - auch als nicht-invasive Beatmung bekannt -- verbessert die langfristigen Überlebenschancen, die Leistungsfähigkeit und die mit Gesundheit verbundene Lebensqualität erheblich, wenn man sie in die aktuellen Leitlinien für die Behandlung von Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) im fortgeschrittenen Stadium aufnimmt. Dies ist das Ergebnis einer neuen multizentrischen, randomisierten Studie, die online in The Lancet Respiratory Medicine veröffentlich und von ResMed , dem weltweit führenden Unternehmen bei der Behandlung von schlafbezogenen Atmungsstörungen und anderen Erkrankungen der Atemwege, mitfinanziert wurde. COPD steht in den USA an dritter Stelle der Todesursachen und man geht davon aus, dass sie bis 2030 auch weltweit die dritthäufigste Todesursache sein wird.