Nicht-invasive Beatmung

Studien vom amerikanischen Thorax-Kongress / Stress in der Schwangerschaft wird als Allergierisiko vermutet. Erhalten Patienten mit Schlafapnoe eine Maskentherapie (CPAP), sinkt ihr Blutdruck. Und nach Apoplexie kann mit CPAP die Sterberate gesenkt werden. Diese praxisrelevanten Studienergebnisse wurden beim Kongress der amerikanischen Thoraxgesellschaft in Toronto vorgestellt.

Unwissentlich und viel häufiger als bisher angenommen leiden nicht nur Maööner, sondern auch Frauen unter dem so genannten Schlafapnoesyndrom, was die Lebenszeit um zehn Jahre verkürzen kann. Davor warnen die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP).

Eine obstruktive Schlafapnoe erhöht das Sterberisiko bei Schlaganfallpatienten um 75 Prozent, wie eine schwedische Studie ergeben hat. Damit gibt sie einen neuen Anreiz für eine Masken-Beatmung bei diesen Patienten.

Die mechanische Beatmung eines Patienten führt einer Studie im New England Journal of Medicine (NEJM 2008; 358:1327-1335) zufolge bereits nach wenigen Stunden zur Atrophie des Zwerchfells. Die Befunde erklären die Probleme, die sich in der Intensivmedizin häufig bei der Entwöhnung von der mechanischen Beatmung ergeben.Nach einer internationalen Umfrage werden 39 Prozent aller Patienten auf Intensivstationen mechanisch beatmet. Die Beatmungszeit beträgt im Mittel sieben Tage. Die Rückkehr zur Spontanatmung bereitet vielen Patienten Probleme. Das „Weaning“ kann mehrere Tage, wenn nicht gar Wochen in Anspruch nehmen. Tierexperimentelle Studie hatten gezeigt, dass eine Atrophie der Muskulatur im Zwerchfell dafür verantwortlich ist.

Tausende Patienten in Deutschland sterben pro Jahr unnötig, weil sie nicht schonend genug (bzw. unwissender Weise falsch) beatmet werden. Darauf weisen die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in Werne hin mit dem Ziel das Krankheitsbild der Atemmuskelinsuffizienz und die dazu passende Therapie bekannter zu machen.

Eine Schlafapnoe wird bei Frauen oft nicht erkannt. Denn Ein- und Durchschlafstörungen, über die viele dieser Frauen berichten, lenken häufig auf die falsche Fährte. Statt einer Schlafapnoe wird eher eine Depression diagnostiziert. Anamnese und Fragebogen helfen bei der Klärung.

„Arbeit - Leistung – Konzentration“ ist das Leitthema der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM), die im Oktober in Düsseldorf stattfinden wird und den wissenschaftlichen Austausch über neueste Erkenntnisse aus Forschung, Diagnostik und Therapie in den Mittelpunkt stellen will.