Rauchen - Dampfen - E-Zigaretten

Tabakentwöhnung ist die wirksamste und kosteneffektivste Maßnahme, um die erheblich erhöhte Morbidität und Mortalität von Rauchern zu beeinflussen. Deshalb plädieren die Lungenärzte des Bundesverbands der Pneumologen (BdP) dafür, dass entwöhnungswillige Raucher die Kosten für eine Tabakentwöhnung (Verhaltenstherapie und medikamentöse Unterstützung) von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet bekommen. Um zu erfahren, wie unsere Politiker zu einer dafür erforderlichen Gesetzesänderung stehen, haben sie den Parteien einen Wahlprüfstein-Fragenkatalog vorgelegt. Deren Antworten lassen eine spannende nächste Legislaturperiode vermuten.

COPD, Krebs, Impotenz: Es hat weitreichende Folgen, dass Raucher ihre Lungen täglich mit giftigem Qualm durchfluten. Die größten Gesundheitsrisiken von Zigaretten. Rauchen schädigt nicht nur die Atemwege.

Der Anteil der rauchenden Jugendlichen hat sich seit 2001 mehr als halbiert. Je nach Bildungsstand gibt es allerdings große Unterschiede. Eine Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat Jugendliche erstmals auch nach dem Konsum von E-Zigaretten befragt. Das scheint in dieser Altersklasse aber gar nicht verbreitet zu sein.

Rauchverbote, höhere Tabaksteuern und Warnhinweise auf Zigarettenschachteln sind nach einer Berechnung der WHO effektiv. Millionen vorzeitiger Todesfälle können weltweit verhindert werden.Durch den staatlichen Kampf gegen das Rauchen werden nach Berechnungen von Wissenschaftlern aus den USA bis zum Jahr 2050 voraussichtlich mehr als sieben Millionen Menschen vor einem frühzeitigen Tod bewahrt.

Anlässlich des Welt-Nichtraucher-Tags am 31. Mai veröffentlichen die Lungenärzte eine Pressemitteilung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg zum Thema E-Zigaretten mit dem Titel „Elektrische Zigaretten - ein unkontrollierter Versuch am Verbraucher“.

Was in den USA bereits seit Jahren Menschen vom Rauchen abhalten soll, kommt bald auch auf europäische Zigarettenpackungen: Bilder von Raucherlungen und -beinen: Das haben die EU-Gesundheitsminister beschlossen. Außerdem das Aus für Mentholzigaretten.Die EU-Staaten haben sich auf Regeln zur Eindämmung des Rauchens geeinigt. Die neuen Vorgaben sollen vor allem junge Menschen vom Einstieg abhalten.

Wer mit 44 aufhört zu rauchen, gewinnt im Schnitt neun Jahre Lebenszeit Raucher sterben im Durchschnitt elf bis zwölf Jahre früher als Menschen, die nie geraucht haben. Wer es aber schafft, bis zum 44. Lebensjahr mit dem Rauchen aufzuhören, gewinnt rund neun zusätzliche Jahre, berichtet das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber" unter Berufung auf kanadische Forscher. Ein Rauchstopp nach dem 54. Geburtstag beschert immerhin noch eine statistische Lebensverlängerung von sechs Jahren.