Rauchen - Dampfen - E-Zigaretten

Raucher bekommen im Vergleich zu Nicht-Rauchern doppelt so häufig Darmkrebs. Darauf weisen die Lungenärzte des Bundesverbands der Pneumologen (BdP) in Heidenheim hin.

Je mehr Zigaretten ein Raucher in seinem Leben konsumiert, umso schlechter sind seine Aussichten auf Behandlungserfolg, wenn er an einem Bronchialkarzinom erkrankt. Zum Beispiel sprechen starke Raucher deutlich schlechter auf eine platinbasierte Chemotherapie an.

Verschiedene Aktionen, Patientenforen, Fachvorträge und Informationsstände, die unter dem Motto „Reine Luft – gesunde Lunge“ stehen, werden am Samstag, 27.9.08 bundesweit an zahlreichen Orten veranstaltet. Ziel ist es, die Bevölkerung über Themen wie Rauchen, Feinstaubbelastung und die Belastung durch Stäube am Arbeitsplatz umfassend zu informieren und zu sensibilisieren.

Die Gefahr, als Raucher an einer COPD zu erkranken, wird offenbar auch von veränderten Genen beeinflusst. Ob solche Genvariationen angeboren sind oder erst durch das Rauchen erworben werden, muss aber noch geklärt werden.

Raucher sollten Alarmsignale wie Atemnot, Husten und Auswurf (AHA-Symptomatik) ernst nehmen und gegebenenfalls zum Lungenfacharzt gehen. Denn die Entwicklung einer Raucherlunge (COPD) schreitet oft unbemerkt voran und wird daher nicht oder erst spät erkannt.

Rauchende Kinder und Jugendliche - vor allem solche mit Asthma - standen beim diesjährigen Weltnichtrauchertag 2008 am 31.5. im Mittelpunkt: Deren Lungenreifung wird durch Tabakkonsum nämlich besonders stark beeinträchtigt.

Wer bereits mit 14 oder 15 Jahren anfängt zu rauchen, hat möglicherweise mit einer um bis zu 20 Jahre verkürzten Lebenserwartung zu rechnen im Vergleich zu einem Nicht-Raucher. Außerdem wird er eine besonders stark ausgeprägte Nikotinsucht entwickeln, weil Nikotin das Gehirn auf Dauer verändert. Das sind neue Erkenntnisse über das Rauchen, die auf dem Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in Lübeck vorgestellt wurden.