COPD und Medikamente

Die langfristige Behandlung mit Antibiotika kann bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung akute Verschlechterungen des Gesundheitszustands – so genannte Exazerbationen – verhindern. Wegen der damit einhergehenden Risiken sollte diese Therapie aber nur einem kleinen, ausgewählten Patientenkreis vorbehalten bleiben, so das Fazit einer jetzt vorgestellten Übersichtsarbeit.

Eine Therapie mit Theophyllin ist mit häufigeren akuten Verschlechterungen des Gesundheitszustandes (Exazerbationen) und Krankenhausaufenthalten assoziiert. Trotz der bekannten geringen Wirksamkeit wird Theophyllin noch immer bei etwa 35 Prozent der COPD-Patienten eingesetzt.

Viele Antibiotika wirken heute nicht mehr so, wie sie sollen. Der Grund dafür sind Resistenzen, d.h. die Bakterien entwickeln eine zunehmende Unempfindlichkeit gegenüber bisher wirksamen Medikamenten. Um gegen resistente Erreger vorzugehen, entwickeln Forscher verschiedene Strategien.

In den letzten 50 Jahren ist lediglich ein neues Tuberkulose-Medikament auf den Markt gekommen. Mehr neue Wirkstoffe wären aber dringend notwendig: Gängige Therapien scheitern zunehmend an multiresistenten Erregern. Forschende der Technischen Hochschule Zürich haben nun ein Grundgerüst für neue Medikamente zum Patent angemeldet.

Boehringer Ingelheim hat die ersten Phase-III-Daten zur einmal täglich zu inhalierenden Fixdosiskombination aus Tiotropium und Olodaterol bekannt gegeben. VIVACITO™ ist eine 6-wöchige Phase-III-Studie im cross-over Design, die die Fixdosiskombination aus Tiotropium und Olodaterol (T+O FDK) mit den Monotherapien Tiotropium oder Olodaterol sowie Placebo verglichen hat.

Patienten, die Kortisonpräparate einnehmen, sollten die Sonne möglichst meiden. Die Medikamente können in Kombination mit UV-Strahlung Hautirritationen und Pigmentflecken auslösen – und zwar unabhängig davon, ob sie in Tablettenform oder als Creme angewendet werden. Darauf weist der Deutsche Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte hin.

Mit Olodaterol ist – nach Salmeterol, Formoterol und Indacaterol – ein weiterer lang wirksamer β2-Adrenozeptor-Agonist (LABA) auf den Markt gekommen. Der Arzneistoff ist zur Inhalation bestimmt; die Patrone kann nur in den Respimat-Inhalator eingesetzt werden.