COPD und Emphysem

Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) müssen krankheitsbedingt gegen erhöhten Widerstand atmen und benötigen daher zum Atmen etwa das Zehnfache an Energie im Vergleich zu Menschen ohne COPD. Fehlernährung tritt bei etwa 20-60% der Patienten auf und kann die Abwehrkraft der Lunge herabsetzen. Aus diesen Gründen ist es für die Betroffenen wichtig, stärker auf eine gesunde Ernährung zu achten

Wie sehen künftige Therapien für die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) aus und wohin geht die Forschung? Dazu sprach Rabe am 10. Dezember auf dem 5. Patientenforum Lunge „Leben mit COPD“ in München. Rabe ist Ärztlicher Direktor der LungenClinic Großhansdorf und einer der Standortdirektoren des Deutschen Zentrums für Lungenforschung. Seine Botschaft: Neben dem Verzicht auf Rauchen sind die Behandlung von Begleiterkrankungen sowie körperliche Aktivität wesentliche Therapiebausteine.

Ernährung bei der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung COPD – dies war eines der Brennpunkt-Themen auf der jüngsten Jahrestagung der österreichischen Gesellschaft für Pneumologie im Oktober in Wien. Egal, ob COPD-Patienten mit Untergewicht oder Übergewicht zu kämpfen haben – in beiden Fällen verschlechtert sich damit ihre Prognose deutlich. Daher sollte gerade im fortgeschrittenen Stadium der COPD eine individuell angepasste Ernährung fester Bestandteil der COPD-Therapie sein.

Die große internationale BOLD-Studie zur Lebensqualität von COPD-Patienten konnte zeigen, dass besonders die körperliche Dimension der Lebensqualität bei COPD-Patienten eingeschränkt ist. Dagegen fällt der negative Effekt von COPD auf die mentale Lebensqualität weniger ins Gewicht.

COPD - das Kürzel steht für chronic obstructive pulmonary disease, was so viel heißt wie chronisch-obstruktive Lungenerkrankung. Die volkswirtschaftlichen Gesamtkosten dieser weit verbreiteten Volkskrankheit schätzen Experten auf jährlich fast sechs Milliarden Euro. Ärzte, Biologen und Chemiker forschen weltweit zu den Grundlagen von COPD.

Fast zwei Drittel aller COPD-Kranken mit akuter Exazerbation haben im EKG Zeichen einer Herzkrankheit.COPD-Patienten leiden häufig zusätzlich an kardiovaskulären Erkrankungen, nicht zuletzt aufgrund des gemeinsamen Risikofaktors Zigarettenrauchen.Wenn Herz und Lunge erkrankt sind, beeinflusst dies den Patienten mehr als nur eine Erkrankung alleine und es ist Prognose-relevant.

Programm und weitere Informationen zum 7. Symposium-Lunge, welches am 13. September 2014 erneut in Hattingen/Ruhr stattfinden wird, stehen seit heute online zur Verfügung.