COPD und Emphysem

Die meisten Leute verdrehen die Augen, wenn die Rede ist vom Zungenbrecher «chronisch obstruktive Lungenkrankheit», kurz COPD. Dabei ist die Erkrankung die vierthäufigste Todesursache weltweit. Wieso weiss dies kaum jemand?Das hat verschiedene Gründe. Einer davon dürfte sicher sein, dass die Bezeichnung COPD etwas umständlich und eigentlich erst seit 15 bis 20 Jahren etabliert ist. Früher sprach man von chronischer Bronchitis oder Raucherlunge.

Allein in Deutschland sterben jeden Tag 311 Menschen an den Folgen einer Lungenkrankheit. Aus diesem Grund haben die European Respiratory Society (ERS) und die European Lung Foundation (ELF) eine langfristig angelegte, weltweite Kampagne "Healthy Lungs for Life" ins Leben gerufen, die im Verbund des Deutschen Lungentages auch von der Deutschen Atemwegsliga unterstützt wird.

Forscher haben die Daten zur minimalinvasiven Lungenvolumenreduktion gesichtet. Patienten mit Lungenemphysem - am häufigsten ja Folge einer COPD - werden heute mit unterschiedlichen Methoden der Lungenvolumenreduktion (LVR) behandelt, ein einheitlicher Standard ist bisher nicht etabliert.

Lange Zeit war in der Öffentlichkeit die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) kaum bekannt. Was in 90 Prozent der Fälle als klassischer Raucherhusten beginnt und mit dem Lungenemphysem enden kann, wäre leicht verhinderbar, mittlerweile auch gut behandelbar. Die österreichische Initiative "Arznei und Vernunft" hat jetzt Leitlinien für Prävention, Diagnose und Therapie herausgegeben.

Charité untersucht Genesungsverlauf in innovativ klimatisierten PatientenzimmernAls erste Klinik in Europa hat die Charité – Universitätsmedizin Berlin jetzt zwei Patientenzimmer mit einem innovativen Klimatisierungssystem in Betrieb genommen. In dem Modellprojekt der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Infektiologie und Pneumologie soll untersucht werden, wie sich der Heilungsverlauf von Patienten mit chronischen Lungenerkrankungen durch eine konstant kühle Raumtemperatur verbessert.

Verschiedene Verfahren zur Verminderung der Überblähung beim fortgeschrittenen Lungenemphysem wird Prof. Dr. med. Felix Herth, Chefarzt der Abteilung Innere Medizin - Pneumologie und Stellvertretender Ärztlicher Direktor an der Thoraxklinik Heidelberg, in seinem Vortrag auf dem 7. Symposium Lunge am Samstag, den 13. September 2014 in Hattingen vorstellen.

AHA-Symptomatik ernst nehmen sup.- Die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) entwickelt sich zunehmend zu einer Volkskrankheit. Experten schätzen, dass 2010 in Deutschland ca. 6,8 Mio. Menschen an der Atemwegserkrankung litten und 2030 über zehn Prozent der Bevölkerung betroffen sein werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht sogar davon aus, dass die COPD im Jahr 2030 an dritter Stelle der Todesursachen weltweit stehen wird.